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René's und Miry's Chile - Tagebuch |
| 25.03.2008 | |
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Bitte, einmal in die Karibik und zurueck...... Am 15. Februar 2008 starten wir, Nadj und ich, unsere ersten eigentlichen Schwestern Ferien. Drei Wochen sind wir durch verschiedene Orte, Strassen, Städte, Strände, Täler und Landschaften Kubas gereist und das mit allerlei verschiedenen Verkehrsmittel, die man sich so vorstellen kann (vom Ross und Wagen, zum Traktor, Sattelschlepper, bis hin zum Touribus und den alten berühmten kubanischen Autos der 50er Jahre). In dieser Zeit durften wir viele schöne Erfahrungen mit Einheimischen machen, die uns viel über ihr Leben in Kuba erzählt und gezeigt haben welche in uns, sicher immer bleibende, Eindrücke hinterlassen haben. Wir genossen la pura vida, und liessen einfach alle kleinen und grossen Abendteuer auf uns zukommen. Aber dies Mal lass ich einfach einmal Bilder für uns sprechen. Im Anhang schicke ich euch ein paar zusammengestellte Fotos unserer wunderschönen Reise in die Vergangenheit, das kann man teilweise wirklich sagen! Nicht vergessen Ton einzuschalten! Liebe Grüsse Mirj |
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| 31.01.2008 | |
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Wieder mal News aus Chile Hallo zusammen, wir hoffen es geht euch allen gut?! Mitte Dezember 07 durften wir, hier in Santiago, wahrscheinlich unseren letzten Besuch empfangen. Vani´s Cousine Cili und Cousin Stindli reisten für fast 7 Wochen nach Südamerika. Gemeinsam feierten wir dann zum 3. Mal Weihnachten bei Vani´s Tante Mareili. Anschliessend reisten Cili, Stindli, Vani und ich Richtung Süden. Zuerst stand die Insel Chiloé auf dem Programm, auf welcher wir ja schon mit Vani´s Eltern im letzten Jahr 2 Tage verbrachten. Es hat uns da so gut gefallen, dass wir noch mehr von dort kennen lernen wollten. So haben wir nun verschiedene Ortschaften, kleine Inseln, Landschaften, kleine Fischerhäfen, typisches Essen, bekannte Holzkirchen der Insel, im Süden von Puerto Montt, erkunden können und auch das Wetter hat nicht schlecht mitgespielt. Von der südlichsten Stadt Chiloés ging’s per Fähre wieder aufs chilenische Festland, nach Chaitén. In Chaitén begann dann unsere Reise durch die Carretera Austral. Die Carretera Austral ist eine rund 1350 km lange Straße von Puerto Montt nach Villa O'Higgins an der Südgrenze der Región de Aisén. Lange Zeit war der Süden Chiles nur per Flugzeug oder Schiff zu erreichen. Der Panamericana-Highway führte nicht durch diese unwegsame Gegend, sondern über Argentinien nach Feuerland; der Grund liegt in der dichten Bewaldung des Gebietes, wohingegen das argentinische Patagonien sehr karg ist und somit weitaus leichter zu bebauen. Im Jahre 1976 begann Diktator Augusto Pinochet mit dem Bau der Carretera Austral. Die Carretera Austral bildete das aufwendigste Großprojekt in Chile im 20. Jahrhundert. Ausgangspunkt für den Bau war die Stadt Puerto Montt. Mehr als 10000 Soldaten wurden zeitweise für den Bau eingesetzt. Der Straßenbau erwies sich als äußerst schwierig, da die Landschaft von Fjorden, Gletschern und Gebirgszügen durchzogen ist. Mehr als 20 Jahre wurde an der Straße gebaut. Die letzte Ortschaft der Carretera Austral ist Villa O´Higgins, erst 1999 wurde dieses letzte Teilstück der Carretera Austral fertig gestellt. Eine Verlängerung der Straße in die Región de Magallanes y de la Antártica Chilena ist praktisch unmöglich zu verwirklichen. Das riesige vergletscherte Gebiet, Campo de Hielo Sur, mit hohen Bergen versperrt den Weg. Der Bau kostete rund 200 Millionen Dollar. Trotzdem sind viele Teile nur einfache Schotterpisten, die Wartung und Pflege erweist sich als aufwändig. Die Straße gilt als Chiles schönste Route in die Einsamkeit, vorbei an kräftig grünen Wäldern, tiefblauen Seen, Fjorden und schneebedeckten Gipfeln. Man kann nur sagen NATUR PUR. Wir besuchten verschiedene kleine Dörfchen entlang der Carretera, mit nur wenigen hundert Einwohnern, fernab der Grossstadt.. Die Dörfchen liegen hunderte von Kilometern von einander entfernt und durch die Schotterstrassen verkehren nicht regelmässig Busse, meistens nur einmal pro Tag, wenn überhaupt. Da herrscht noch ein anderes Leben…. Diese idyllische Landschaft ist jetzt jedoch durch ein mega Projekt in Gefahr. Um den Energiebedarf von Chile abzudecken sollen riesige Staudämme erbaut werden, welche die schöne unberührte Landschaft und Tierwelt zerstören würde. Die Leute die wir kennen gelernt haben, verstehen es nicht wieso gerade sie und „ihre Natur“ für ganz Chile den Kopf hinhalten müssen und so sind sie kräftig am protestieren….mal sehen was die Zukunft bringt… Wer durch die Carretera Austral reist braucht natürlich eine Fischerangel, dies meinte Vani´s Profesor. So erteilte er Vani vor unserer Reise noch schnell einen Einführungskurs im Fischen, auch der praktische Teil im Swimmingpool hat nicht gefehlt.;)… Der erste Fischversuch startete Vani während unserer ersten Panne auf der Carretera Austral. Der Chauffeur des Minibusses musste mittels Autostopp ins ca. 30km entfernte Dorf einen Ersatzreifen flicken gehen, da er den Ersatzreifen kurz zuvor schon wechseln musste und dann wenig später die nächste Platte folgte. …..Doch da war ja unser erster Fluss in welchem es grosse Lachse haben sollte….und Zeit hatten wir ja auch…… Vani packte seine Rute aus und nach ein paar Anlaufschwierigkeiten war die Angel im Wasser….und nun begann das warten…..dann…….bei Stindli biss einer an…….doch der war schnell wieder der Angel entflohen….,leider hatte die 2 nicht so viel Anfängerglück. Und auch nach den weiteren Fischversuchen während unserer Reise und einem Besuch beim San Pedro, dem Patron der Fischer, brachte Vani das ersehnte Nachtessen nicht nach Hause. Wenn wir nicht am Fischen waren besuchten wir schöne Nationalpärke, bestaunten Gletscher, machten Wanderungen (leider war meistens nicht so optimales Wetter) und besuchten mit einem Boot die beeindruckenden Marmorhöhlen, die im Laufe der Zeit von der Brandung des Lago General Carrera ausgespült und ausgehöhlt wurde. Chile Chico war unser südlichster Punkt der Carretera Austral, etwa 200km hätten uns noch gefehlt bis zum Ende der Strasse. Von dort aus machten wir uns auf den Weg nach Argentinien. Über Nacht fuhren wir durch die argentinische Pampa nach San Carlos de Bariloche. Diese Stadt und Umgebung nennt sich auch die „Schweiz Argentiniens “. Wir wurden von Schneeflocken empfangen und auch die Bernadiner Hunde im Zentrum haben nicht gefehlt. In Bariloche genossen wir am ersten Tag feine Schoggi und ein super feines, argentinisches Stück Fleisch. Die folgenden 2 Tage verbrachten wir im Nationalpark Nahuel Huapi in der Nähe von Bariloche. Unsere geplante Wanderung mussten wir jedoch dann wegen zu viel Schnee absagen, dennoch erwarteten uns erneut herrliche Landschaften mit Gletschern und Wasserfällen. Wieder zurück in Bariloche liessen wir unsere Ferien langsam ausklingen. Vani und ich machten uns am nächsten Tag wieder über die Grenze und dann nach Santiago. Cili und Stindli erkundeten noch die Seeregion von Chile, bevor auch ihre Ferien in Südamerika zu Ende gingen. Ja wenn wir schon davon sprechen….auch unsere Zeit hier in Chile neigt sich langsam dem Ende entgegen. Wir werden am 1.05.08 wieder auf schweizer Boden landen, nach fast 2 ½ Jahren heisst es dann Abschied nehmen von unserer geliebten 2. Heimat…. Doch wir freuen uns natürlich auch euch alle wieder einmal zu sehen…. muchos saludos mirj&vani P.s.: Im Anhang schicken wir euch noch ein paar Eindrücke unserer Reise. |
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| 16.09.2007 | |
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4 Wochen Peru erleben & geniessen In diesen 4 Wochen Peru durften wir Südamerika live erleben und wir haben es sooo richtig genossen. Am 9.juli 2007 flogen wir von Santiago de Chile nach Lima. In Lima wurden wir von Rudy, einem peruanischen Studiumskollege von Vani, am Flughafen abgeholt. Auch er verbrachte ein paar Wochen Ferien bei seiner Familie in Chimbote, ca. 300km nördlich von Lima. So verbrachten wir unsere ersten 3 Tage in Peru bei Rudy und seiner Familie. Sie haben uns ins peruanische Leben und Essen eingeführt. Wir wurden so herzlich empfangen und aufgenommen, also ob wir uns schon von jeher gekannt hätten. Nach Chimbote, der Hafenstadt die von Touristen noch nicht entdeckt worden ist, führte uns unsere Reise weiter nach Huaraz, in die peruanischen Berge. Huaraz liegt auf 3100 müM, umgeben von vielen hohen Bergen. Der wahrscheindlichst bekannteste und höchste Berg ist der Huascaran 6768müM. In Huaraz verbrachten wir 2 Tage und von dort aus starteten wir auf eine 4-tägige Wanderung. Wir waren eine Gruppe von 12 Personen und wurden von 2 Bergführern und einige Eseln, die unser Gepäck schleppten begleitet. Die ganzen 4 Tage waren wir immer zwischen 3500-4800müM. Die Atmosphäre, die Landschaft war einfach spitze. Der Höhepunkt war im wahrsten Sinne des Wortes, die Passüberquerung auf 4800müM, die wir ausser etwas Kopfschmerzen und ein paar Atemzüge mehr, gut überstanden haben. Wir 3 Schweizer der Gruppe, belegten die ersten Rangplätze auf dem Gipfel… Nach dem Abstieg verbrachten wir die Nacht auf 4200 müM im Zelt. Es wurde auch einige Grade unter null, doch hatten wir gute Schlafsäcke mit. Anlässlich meines Geburtstages, den ich in der Bergwelt genossen habe, gingen wir dann, wieder zurück im Städtchen Huaraz, auswärts essen. Ich genoss ein feines Bife, während Vani ein Cuy (Meerschwein), eine peruanisches Delikatesse, versuchte. Er meinte zuvor noch, wer in Peru kein Cuy gegessen hat, kann nicht sagen er sei in Peru gewesen…. naja…ich weiss ja nicht, ob er es wieder bestellen würde! Weiter ging’s dann von Huaraz durch verschiedene Bergdörfchen, fernab des Tourismus, mit alten Bussen, voll gestopft mit allerlei Gepäck der Einheimischen (grosse Säcke mit Getreide, Matratzen, Schachtel mit Hühner, Netze mit Meerschweinchen und und und). Übernachtet haben wir in einem sehr kleinen Bergdorf, für ca.5sFr.fuer uns beide. Dies war unsere billigste Übernachtung. Das WC befand sich draussen im Hof, so stand unter unserem Nachttisch ein Nachttopf. Die sehr einfachen Zimmer waren nicht richtig von einander abgetrennt, so konnten wir unsere Nachbarn nicht nur schwätzen und schnarchen hören, sonder auch wie sie in den Topf pinkelten. Dann der 2. Tag, quer durch die peruanischen Anden… In einem noch älteren Bus als am Tag zuvor und noch voller, einige Leute fuhren sogar auf dem Dach mit, führte uns der Weg auf holprigen Naturstrassen durch verschiedene steile Täler. Zum Glück sass nicht ich am Fenster, denn auch Vani fühlte sich nicht mehr so wohl, als er aus dem Fenster blickte und sah, dass es neben ihm mehrere hundert Meter das Tal hinunter ging (und der ganze Weg war so zu sagen so). Und dann noch das…. der Bus hatte eine Panne. Irgendetwas mit der Federung war defekt. Viele der Personen stiegen aus und setzen sich in Gras, auch Vani und ich gesellten uns zu ihnen. So ergaben sich interessante Gespräche und die Einheimischen wurden immer zutraulicher. Ich sprach mit einer Hebamme, die dort im Andengebirge arbeitet. Sie erzählte mir, dass die Frauen hier bei der Geburt noch ihre speziellen Rituale und Traditionen haben. Es folgten weitere interessante Geschichten. Schlussendlich haben die Einheimischen Fotos von uns gemacht ;) …. Umgekehrt als sonst…... Nach ca. 1 Stunde haben sie dann den Schaden mit Seilen und Tüchern irgendwie behoben und es ging weiter. Der Bus musste jedoch langsam fahren und legte immer wieder Pausen ein. Ein paar Einheimische stiegen aus, weil es ihnen zu gefährlich wurde. Ja wir 2 waren auch kurz davor auszusteigen, doch schlussendlich sind wir, mit etwas Gottvertrauen, sitzen geblieben und sind mit 4 Stunden Verspätung (10 statt 6 stunden) in Huanuco gesund und munter angekommen. Nach 2 weiteren Stunden mit einem Sammeltaxi kamen wir in Tingo Maria an. Dies ist ein kleines Dorf am Anfang des Amazonas. Dort schnupperten wir 2 Tage Regenwaldluft und tropische Temperaturen und genossen die kräftig grünen Landschaften, herrlich frische Früchte, Wasserfälle … Eine total andere, genauso eindrückliche Landschaft von Peru. Über Nacht ging es dann weiter Richtung Süden. Von 300müM ging es dann wieder in die Hochanden auf 3500müM. Bei einer Polizeikontrolle, während der Busfahrt, wurden einer Frau, ihre Cocoblätter, nach einer langen Diskussion, weggenommen. Sie hatte mehr als die erlaubten 4 kg bei sich (sicher das 10-fache). Viele Leute leben in dieser Gegend von der Anpflanzung und Verkauf des Cocas. Ein Mann sagte uns, dass 20% der Cocablätter für medizinische Zwecke verwendet werden und die restlichen 80% Prozent gehen in den weltweiten, illegalen Drogenhandel. In einem Städtchen wechselten wir dann, frühmorgens, vom Bus auf den Zug. Bereits um 4:30 Uhr bildeten sich Warteschlagen für den Zug, der um 6:30 Uhr abfuhr. Wir haben uns ein Billet in der 1. Klasse (vergleichbar mit der 3. Klasse in schweizer Zügen), gekauft. So haben wir 2.sFr. mehr bezahlt als in der 2. Klasse und dafür haben einen reservierten Platz erhalten. Ja, das ist der Grund wieso schon Leute 2 Stunden zuvor Schlage standen, denn in der 2. Klasser bekommen nur die Ersten einen Sitzplatz der Rest muss stehen. Die Fahrt hat für uns 6 1/2 Stunden gedauert. Ihr könnt euch sicher vorstellen (oder eben nicht) wie das zu und her gegangen ist, als sich die Tore zum Zug öffneten. Die Leute stürmten mit ihrem vielen Gepäck auf den Zug zu. Sehr wenige Peruaner haben ein Auto und so transportieren sie allerlei Sachen mit dem Bus oder eben mit dem Zug. An Hühner und Meerschweinchen als Mitreisende haben wir uns ja mittlerweile gewöhnt, doch als plötzlich ein Schaf neben mir unter dem Sitz hervor guckte, staunte ich nicht schlecht… Pünktlich fuhr dann der alte Zug mit ca. 200 Peruanern, Vani und mir, und irgendwo haben wir noch 2 blonde Touristinnen gesehen, ab. Der Zug fuhr ca. 20 km/h und machte in mehreren Bergdörfchen halt, Frauen kamen in den Zug und verkauften feines selber gemachtes Essen, das mussten wir natürlich auskosten. …so nun gebe ich die Tastatur weiter an Vani…. Huancavelica ist ein kleines Städtchen in den peruanischen Anden, in denen die Leute in, für uns, sehr primitiven Verhältnissen leben. Im Vergleich zu Chile sind die Anden stark besiedelt und man lebt vom Getreide und Mais, der mühseelig an den Hängen der steilen Andentäler angebaut wird. Die Häuser sind zu 90 % aus Adobe gebaut. Dies sind eine Art Backsteine aus getrockneter Erde. Als ich einmal mit einer älteren Frau gequatscht habe, hat sich mich gefragt, wie es um die DDR stünde. Ich habe ihr dann gesagt, dass Deutschland seit „einigen Jahren“ wieder vereint ist. Dies, ein Beispiel dafür wie abseits, von jeglicher Zivilisation, man da heute noch lebt. Nach Huancavelica ging’s weiter über Ica, wo wir uns einen Tag mit Sandboarden vergnügten, nach Cusco, dem Ausgangspunkt zum Machu Picchu. Cusco und natürlich der Machu Piccu ist super touristisch und ehrlich gesagt fühlte ich mich nicht so wohl, wie als wir zuvor, abseits des Tourismus, gereist waren. In den paar Tagen als wir den Machu Piccu besuchten, haben wir gleich viel Geld gebraucht wie die restlichen 3 Wochen die wir rumgereist sind. Die Einheimischen sind heiss auf das viele Geld der Touristen und jeder will dich übers Ohr hauen. Dies kannten wir zuvor nicht. Es ist jedoch verständlich, dass die Einheimischen nur den grossen Geldbeutel der Touristen sehen, denn die Unterschiede zwischen Touristen und Einheimischen sind Krass. Einer hat mir erzählt, dass er 5 Jahre für einen Flug nach Europa sparen müsste. Als ich dies für mich ausgerechnet habe, bin ich auf eine Woche gekommen. Es sind nicht Einzelfälle von Personen die in bescheidenen Verhältnissen Leben müssen, nein es ist ein Grossteil der Peruaner. Auf unsere Reise habe ich niemanden getroffen, der behauptet hätte die heutige Regierung sei nicht korrupt oder der annähernd zufrieden mit dem Präsidenten Alain Garcias ist. Um zum Machu Picchu zu gelangen mussten wir den Zug nehmen. Dies ist ein Zug voller Touristen der uns für die 40 km Fahrt ca. 40 sFr. gekostet hat. Mit dem Geld durchquert man normalerweise fast ganz Peru. Wir sind um 10 Uhr in der Nacht in Aguas Calientes, dem Ausgangspunkt zum Machu Picchu, angekommen. Ein Touristendorf wie bei uns Zermatt. Der Gegensatz ist auch hier krass, sieht man in Peru sonst kaum eine gestrichene Hausfassade und ist hier alles fein zurechtgemacht, für die tausende Touristen die jeden Tag zum Machu Picchu strömen. Beinahe mussten wir die Nacht im Freien verbringen, da schon alle Zimmer belegt waren. Schlussendlich haben wir auf einer Matratze in der Rezeption eines Hostals übernachtet. Dies war übrigens die teuerste Nacht in Peru, dies eine Nebenbemerkung zum Thema Touristen die als Goldesel gesehen werden. Doch wir waren ja froh, hatten wir ein warmes Bettchen. Der Besuch des Machu Picchu war ein eindrückliches Erlebnis, in einer einmaligen Umgebung. Unglaublich wie die Inkas eine solche Stadt auf dem Gipfel dieses Berges erbaut hatten. Man muss sich den Machu Pichu wie das Matterhorn vorstellen, bei dem der Spitzt fehlt und auf dem zuoberst eine Stadt errichtet wurde. Auf allen Seiten geht es beinahe senkrecht mindestens 700 m in die Tiefe. Statt die gleiche touristische Route mit dem Zug zurück nach Cusco zu machen, haben wir uns für eine Alternativvariante, die sich als weiteres Abenteuer herausstellte, entschieden. Zuerst mussten wir 3 Stunden zu Fuss, den Gleisen des Zuges entlanglaufen. Man hat uns gesagt, dass uns von da aus ein Bus ins nächste Dorf bringen würde. Wie zu erwarten war, gab es um diese Zeit natürlich keine Bus mehr. So sind wir mit einer Gruppe, andere abtrönigen Machu Pichu Besuchern, in einem Gemüsetransporter, ins nächste Dorf mitgefahren. In diesem Dorf haben wir uns alle gemeinsam eine Unterkunft und etwas zu Essen gesucht, bevor wir am anderen Tag früh morgens weiter in Richtung Cusco gereist sind. In der zusammen gewürfelte Truppe aus Mexikanern, Chilenen, zwei Deutschen und wir, haben wir uns von Anfang an gut verstanden, über Gott und die Welt diskutiert und eine Menge Spass gehabt. Wie gesagt ging es dann am andern Morgen mit einem Kleinbus, in dem offiziell 11 Personen Platz haben, weiter. Als wir beim Aussteigen gezählt haben kamen wir auf 23 Leute, die in dieser Kiste mitgefahren sind. Zudem brachte uns der Bus wegen des einsetzenden Regens, bei dem sich die Naturstrassen in reisende Bäche verwandelten, nicht in das gewünschte Dorf. Der Chauffeur hat gesagt, dass er wegen des Regens und der damit verbundenen Hangrutschgefahr nicht passieren könne. Nach 3-stüdiger Pause in einem Geisterdörfchen ging es dann, in einem grösseren Reisebus, weiter. Kaum eine Stunde unterwegs gab es einen riesen Knall, ein Reifen des Busses platzte. Die Explosion war so stark, dass es gerade ein Loch in den Holzboden des Busses gegeben hatte. Einer unserer Gruppe, hatte seinen Sitz gerade über dem geplatzten Reifen. Er ist mit einem leichten Schrecken und einigen Kratzern davongekommen. Als ich danach die Reifen unseres Busses etwas genauer betrachtet hatte, hat mich dieser Zwischenfall überhaupt nicht mehr erstaunt. Profil an den Reifen konnte ich fast keines mehr erkennen, dafür umso mehr Risse. Es scheint als gehören solche Panen in den peruanischen Bergen zum Alltag. Da der Bus wegen eines grösseren Hangrutsches nicht bis nach Cusco durchfahren konnte, mussten wir zu Fuss ca. 1 Stunde auf einen Hügel hoch laufen und auf der andern Seite wieder runter, wo auf der andern Seite des Erdrutsches ein anderer Bus, vom gleichen Unternehmen, hätte warten sollen. Verwundert hat es uns mittlerweile nicht mehr, dass wir da vergebens nach unserem Bus gesucht hatten. Schlussendlich konnten wir mit einem andern Bus die restlichen 5 Stunden bis nach Cusco zurückfahren. Jedoch mussten wir im Gang des Busses sitzen oder liegen. Damit ging unser Besuch zum Machu Picchu zu Ende. Wir waren froh nicht die eintägige Touristentour gemacht zu haben, denn so konnten wir neben dem Machu Picchu noch viele andere eindrückliche Sachen erleben und Leute kennen lernen, die nur einige 10 km abseits des Tourismuses in primitiven Verhältnissen leben. Auf dem Rückweg nach Lima machten wir einen Aufenthalt in Arequipa, einer tollen Kolonialstadt und anschliessend machten wir einen Stopp in Nasca. Wir flogen, in einem 4-platz Flugzeug, über die bekannten Nascalinien und besuchten den Friedhof der Ureinwohner die ca. 200 nach Christus gelebt haben. Dort konnten wir gut erhaltene Mumien bestaunen. Dies ist übrigens die Region in der das starke Erdbeben gewesen war….Ein tragisches Ereignis, das auch uns sehr betroffen hat. Wie immer hat es die Ärmsten und dies sind nicht wenige in Peru, am stärksten Betroffen. Diese Reise quer durch Peru war für uns die Eindrücklichste unserer Reisen. Wir hatten unglaublich viele nette Leute getroffen und viele interessante Erfahrungen gemacht, die wir nicht so schnell vergessen werden. Unter: www.tv-uffikon.ch/rene/album6/index.html könnt ihr einige der Fotos anschauen. Liebe Grüsse in die Schweiz schicken euch allen Mirj & René |
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| 08.07.2007 | |
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vida chilena hola zusammen, Heute möchten wir einmal etwas über unser “vida chilena” (chilenisches Leben) erzählen. Nun leben wir schon über 1 ½ Jahre in Santiago und wir fühlen uns nach wie vor, sehr wohl hier in unserer 2. Heimat. Vani hat nun seine Kurse in der Uni erfolgreich abgeschlossen und kann sich jetzt voll und ganz seiner Abschlussarbeit widmen. Dies macht ihm grossen Spass und sein Ziel ist es, sein Studium bis Ende 2007/ Anfangs 2008 zu beenden. Die letzte Woche habe ich meinen 2-monatigen Sprachkurs abgeschlossen. Ich war richtig motiviert meine Spanischkenntnisse zu vertiefen. Nun habe ich vor Ende Jahr ein Spanischdiplom abzuschliessen, auf welches ich mich noch mehr vorbereiten muss. In unserer Freizeit geniessen wir die Zeit in Santiago mit Freunden, Sport, chilenischer Familie, Ausgang (es kommt eigentlich mehr vor, dass wir uns zu Hause bei Kollegen oder bei uns treffen um ein Cerveza oder Tee- Zwätsche zu trinken), beim schlendern durch Santiago, zur Zeit beim anfeuern chilenischer Fussballmannschaften (Nationalmannschaft spielt mit bei der Copa America und U 20 nimmt teil an der WM) oder einfach beim nichts machen. Am Wochenende steht, am Samstag, immer unser Früchte- und „Gemüsemärt“ auf dem Programm, der direkt vor unserem Block stattfindet. Was jetzt im Winter speziell ist und wir richtig geniessen ist „Sopapilla“. Das ist eine frittierte Masse, die aus einer brotähnlichen Masse plus Kürbis besteht. Lecker! Vor allem wenn es regnet, spriessen die Sopapillastände wie aus dem Boden. Danach ist Volleyball spielen angesagt, in einem südlichen Stadtteil von Santiago, ca.1 Stund mit der Metro und zu Fuss von unserem zu Hause entfernt. Dort leben vor allem etwas ärmere Menschen. Wir haben dort tolle Leute kennen gelernt, mit welchen wir gerne spielen und es immer lustig haben. Am Sonntag von 10-13 Uhr ist im Stadium Nacional Sport für alle angesagt! Vani geht meistens Fussball spielen und ich mache beim Tae Bo und anschliessend beim Latinotanz mit. Das Ganze wird von der Gemeinde, in welcher wir wohnen, organisiert. Sie bieten verschiedene sportliche Aktivitäten an, Alt und Jung machen mit…wirklich eine super Sache. Für uns ist das eigentlich nicht so typisch, doch hier in Chile wird bei solchen Veranstaltung oder allgemein kein Unterschied gemacht zwischen Alt oder Jung, das Ziel ist es, es gemeinsam zu geniessen! Zum Beispiel waren wir einmal mit unsere Volleygruppe am Samstag in ein Lokal essen. Es gab Parilla, Tischgrill mit viel Fleisch, und unterhaltet wurden wir von einer super Band, welche bis in die frühen Morgenstunden spielte. Es war so ein super Abend. Es hatte eine riesige Tanzfläche und alle haben zu typischen chilenischen Lieder getanzt….wirklich…. vom Grossi bis zum Kleinkind, welche zum Teil in den Armen der tanzenden Eltern schliefen ;) Gesessen wurde nur schnell zum Essen! Wie im letzten Winter ist es zum Teil ziemlich kalt, vor allem in unserer Wohnung, doch man gewöhnt sich eigentlich gut daran. Dieses Jahr haben wir das kalte Wetter auch genutzt und haben einmal Raclette und Fondue mit echtem Schweizer Käse gemacht, welchen uns unsere Eltern von der Schweiz gebracht haben. So fühlten wir uns, mit den verschneiten Bergen, welche wir von unserer Wohnung sehen, fast wie in der Schweizer Heimat. Mit einem mexikanischen und einem chilenischen Kollegenpäärchen haben wir Raclette gemacht, im Campingkocher, da wir kein Öfeli haben, dies ging ganz gut, wenn auch etwas langsam ;)! Das Fondue haben wir mit unserer chilenischen Familie genossen, bei welcher wir, anfangs unseres Aufenthaltes in Chile, gewohnt haben. Sie haben ein Fondue- Set, welches sie von einer französischen Nachbarin geschenkt bekommen haben, obwohl es ein Fondue Chinoise- Pfännchen war, hat es tip top geklappt. Der kleine Diego, das Grosskind der Familie hat am letzten Samstag seinen 3. Geburtstag gefeiert. Wir waren bei seiner Superman- Geburtstagsparty eingeladen. Ja, wir gehören wirklich zu ihrer Familie, wenn solche Anlässe stattfinden, sind wir immer eingeladen und auch sonst haben wir guten Kontakt zueinander. Es ist schön zu wissen, auch eine Familie hier zu haben. Nach Diegos Party waren wir dann anschliessend um 22uhr bei einem Studienkollege von Vani eingeladen. Gabriel hat sein Masterstudium abgeschlossen und machte deshalb bei sich zu Hause ein Fest. Die letzte Woche hatte er seine Diplomarbeit „ Erdbebensicherung der Weinfässern in Viñas (Weingüter, welche es hier in Chile viele gibt) in der Uni verteidigt. Ja und wie es so hätte sein müssen, entwickelte sich in diesem Moment plötzlich ein Erdbeben. Erbeben gehören hier zum Leben dazu, sicher einmal pro Monat bebt die Erde. Wir haben uns eigentlich schon daran gewöhnt, sie sind auch meistens und zum Glück nicht so stark, zwischen 4-5 der Richter Skala. Doch dieses war irgendwie speziell. Ich hörte zu Hause zuerst nur ein knirschen in den Wänden und dann bebte es, eigentlich nicht so stark aber lange, so dass ich mich schon langsam Richtung Türe bewegte ;). Doch zum Glück hat es dann doch aufgehört und sich nicht stärker entwickelt. Viele Chilenen sagen sie seien froh und beruhigt, wenn es regelmässig ein kleineres Erdbeben gebe und sich die produziert Energie entlade. Sie machen sich Gedanken, wenn lange kein Beben mehr stattgefunden hat und befürchten, dass ein stärkeres folgen könnte. Ja, nun aber wieder zurück zu Gabriel. Bei ihm verbrachten wir dann auch noch gemütliche Stunden und haben auf seinen Abschluss angestossen. Wie ihr seht, auch bei uns hier in Chile ist immer etwas los und die Zeit vergeht wie im Flug, manchmal fast zu schnell. Aber wir geniessen nun die verbleibenden Monate in Südamerika, bevor wir im Frühling 2008 in die Schweiz zurückkehren werden. Am Montag fliegen wir nach Lima, Peru und werden 4 Wochen das Land erkunden. Im Anhang schicken wir euch noch einige Fotos aus dem chilenischen Winter. Wir schicken euch viele chilenische Grüsse in die Schweiz und geniest den Sommer! mirj&vani |
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| 23.06.2007 | |
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Transantiago Wieder einmal sind wir für ein verlängertes Wochenende aus der Grossstadt Santiago geflohen. Wir verbringen ein paar Tage bei meiner Tante auf dem Land, 320 km südlich von Santiago. Hier auf dem Land scheint die Zeit stillgestanden zu sein man lebt wie bei uns wahrscheinlich vor 50 Jahren. So geniessen wir die Ruhe und die gute Luft, von der man in Santiago nur träumen kann. Gerade jetzt versinkt Santiago unter einer grossen Smogglocke, denn Santiago ist umgeben von Hügeln und ohne Wind bleibt die Stadt unter der Abgaswolke eingeschlossen. Vor ein paar Monaten wurde in Santiago das öffentliche Verkehrssystem komplett geändert Transantiago heisst das Kind, das den Santiagino’s das Leben im Moment nicht gerade erleichtert, um es mal milde ausdrücken. Die Idee wäre hervorragen leider hapert es bei der Umsetzung. Wo man früher für Bus und Metro 2-mal ein Ticket lösen musste, bezahlt man heut nur noch einmal. Sämtliche Buslinien wurden auf das Metronetz abgestimmt. Die Anzahl der Busse wurde auf 60% reduziert Einen Grossteil der alten, stinkenden, lauten Busse wurden aus dem Verkehr gezogen und durch neue Gelenkbusse, wie bei uns in Luzern, ersetzt. Leider fehlt es an Kapazitäten und der Besucheransturm von täglich 2-3 Millionen Personen kann nicht bewältigt werden. Die Metro ist zu Stosszeiten hoffnungslos überlastet 7-8 Personen drängen sich auf 1m2 Metrofläche wurde berechnet. Obwohl in Spitzenzeiten alle 2 Minuten ein Zug verkehrt, muss man wie bei uns am Skilift Schlange stehen. Leider strahlen einem statt der Sonne unzählige verärgerte Metrobenutzer ins Gesicht. Die Leute verlieren langsam aber sicher ihre Geduld. Zum Teil brauchen sie bis 2 stunden um an ihren Arbeitsplatz zu gelangen, wo sie früher 45 min benötigten. Dies geht sogar so weit, dass man sich für einen Platz in Bus oder Metro die Fäuste ins Gesicht schlägt. Die Regierung setzt alle Hebel in Bewegung um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Es wurden bereits 7 Minister aus der Regierung (Staats und nicht Stadtregierung wohlverstanden) ausgewechselt. So breitet sich das Problem Transantiago in eine nationale Regierungskrise aus, obwohl es eigentlich nur Santiago betrifft. Sogar Ivan Zamorano, der auch in der Schweiz Fussball gespielt hat und vor der Ära Transantiago einen sehr hohen Stellenwert bei der chilenischen Bevölkerung genoss ist in Verruf geraten. Er hat für Transantiago Werbung gemacht. Damit hat er all sein Ansehen verspielt, heute wird er verspottet und in der Öffentlichkeit ausgepfiffen. Die Leute verschaffen ihrem Unmut mit Gewalt Luft. So liefern sich Demonstranten mit der Polizei Strassenschlachten. Auch nach Fussballspielen eskaliert die Situation oft. Da die Fans, die zum grossen Teil aus den unteren Schichten stammen, die Metro oder den Bus nach Fussballspielen nicht bezahlen wollen, werden die Metrostationen nach Spielen geschlossen. Gerade vor ein paar Wochen wollte ich zu der Zeit als die Fans von einem Fussballspiel eine Metrostation in Beschlag nahmen zu einem Kollegen nach Hause. Da die Metrostation geschlossen war dachte ich einen Bus zu nehmen. Die Busse haben aber auch nicht angehalten, da die Fans auch in den Bussen randalieren. So bin ich zur nächsten Metrostation gelaufen. Bei der Hälfte der vorbeigefahrenen Busse waren die Scheiben mit Steinen kaputt geschlagen. Die Problematik der randalieren Fussballfans hat natürlich auch schon vor Transantiago bestanden, hat sich jedoch mit Transantiago noch zugespitzt. Natürlich gibt es auch Gewinner beim neu eingeführten Verkehrssystem Transantiago, wenn auch weinige. Einer davon bin ich, die Sicherheit auf meinem Weg mit dem Fahrrad zur Uni hat sich mit Transantiago mindestens verdoppelt, da auf dieser Strecke nun viel weniger Busse verkehren. Vor Transantiago hat es viele verschiede kleine Bussgesellschaften gegeben, die sich auf derselben Strecke konkurrierten. Deshalb haben sich die Buschauffeure Rennen geliefert, um vor der Konkurrenz an der nächsten Haltestelle zu sein, so geht das…. So ist zu hoffen, dass sich die Situation möglichst schnell verbessert und sich das Blatt doch noch zum guten wendet, da die Idee, die Leute von der Strasse auf die Metro zu bringen, um so die Luft und Lärmemissionen zu verringern, eine tolle wäre. Gruss in die Schweiz René und Miry |
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| 05.06.2007 | |
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Reise mit Sandra & Irene hallo zusammen..... wir hoffen auch euch allen geht es gut!? Anfangs April durften wir schon unser nächster Besuch willkommen heissen. Sandra & Irene, meine 2 Cousinen, besuchten uns für 3 Wochen. Etwas mehr als 2 ½ Wochen bin ich mit den beiden durch den Norden von Chile und Argentinien gereist. Vani musste in Santiago bleiben und seinem Studium nachgehen. Unser erstes Reiseziel war La Serena. Von dort aus wollten wir eine Tagestour auf eine Insel machen, welche zu einem Naturschutzgebiet gehört und ausser schöner Landschaft und Meer auch Pinguine und Delfine zu bestaunen sind. Unsere Tour wurde am morgen früh bestätigt. So fuhren wir um 7:30 Uhr in La Serena ab. Nach 2 Stunden Fahrt durch eine eindrückliche Halbwüstenlandschaft kamen wir in einem kleinen Fischerdörfchen an. Von dort sollten wir dann mit kleinen Holzbooten auf die 10km entfernet Insel im Meer gebracht werden. Doch dann musste alles abgesagt werden, denn die NAVI hatte ein Verbot durchgegeben, draussen im Meer habe es 10 Meter grosse Wellen. So blieb uns nichts anderes übrig und wir machten uns mit unserem Guide retour nach La Serena. Dann ging’s weiter nach San Pedro de Atacama, in die Wüste von Chile. Ich war ja letzten Juli mit Vani und Marc schon dort. Sandra & Irene machten von dort aus eine Tour zum Salzsee de Atacama und zu den Geysiren. Ich genoss die ruhige Atmosphäre im kleinen Dörfchen. In San Pedro feierte Irene noch ihren Geburi. Dieses Jahr gab’s keinen Geburtstagskuchen, jedoch ein feines Nachtessen am Lagerfeuer. Nach 2 Tagen ging es dann weiter über die Anden nach Salta in Argentinien. Die meiste Zeit dieser 12-stuendigen Fahrt waren wir über 4000müM. Die Landschaften die wir durchquert haben waren wirklich traumhaft….Salzsee, verschieden farbige Hügeln und Berge… Sandlandschaften, riesige Kaktusse in steinigen Bergen...... Ja dann mussten wir dort in mitten der Anden noch durch die Passkontrolle. Ich glaube dieses Ereignis wird uns allen immer in Erinnerung bleiben. Wir, alle ca.40 Passagiere vom Bus, hatten schon den erforderlichen Stempel im Pass. So sassen wir alle wieder auf unseren Plätzen und dachten, ja…jetzt geht’s nach Argentinien…aber falsch gedacht….statt Richtung Argentinien fuhren wir rückwärts in eine alte Halle rein. Das haben wir am Anfang gar nicht bemerkt, erst als sich die Tore vor unserem Bus schlossen! Wir haben uns alles etwas verwundert angeschaut….dann kam ein Mann in den Bus und sagte, es gäbe nun eine Drogekontrolle. Alle mussten ihr grosses Gepäck unten aus dem Bus nehmen und in genau angeordnetem Abstand in der Halle auf dem Boden verteilen ( ich muss jetzt beim schreiben wieder schmunzeln, wenn ich mir die Situation vorstellen)….ja dann mussten wir alle hinter den Bus stehen, damit niemand einen Blick auf diese Gepäckstücke hatte….filmen und fotografieren war natürlich auch verboten…. dieser arrogante Typ der die Kontrolle durchführte, führte sich so übertrieben überheblich auf….das nur sein Auftreten uns schon ein etwas mulmiges Gefühl in der Bauchgegend aufkommen liess!! Um die Geschichte etwas abzukürzen…schlussendlich holte eben dieser Typ seinen „Spürhund“, einen herzigen, verspielten Goldenretriever aus dem Käfig…der mehr Lust hatte mit uns hinter dem Bus zu spielen als für diesen Typen, der ihn die ganze Zeit anschrie, zu arbeiten!;)…Ja so ging diese Geschichte aus und wir waren uns alle einig, dass dieser junge Spürhund einfach etwas Training brauchte!! In Salta genossen wir das schöne Städtchen und machten einmal eine Tagestour, wir 3 mit Linda aus Deutschland, nach Cafayate….auf der Fahrt durchfuhren wir wieder Landschaften…wau ich sag’s euch…die waren nochmals ganz anders…aber auch mit verschiedenen farbigen Bergen und verschieden Gesteinformen, die die Natur selber geformt hat…so sahen wir z.B. die untergehende Titanic…ein mega grosser Frosch…den Rachen des Teufels und und und…In Cafayate genossen wir einen typischen Eintopf von der Gegend und noch 2 Weindegustationen. Dann unser nächster Halt, die Iguazufälle von denen wir schon so viel super Schönes gehört haben….und sie waren noch schöner!!;) Wir besuchten die Fälle auf der brasilianischen, wie auch auf der argentinischen Seite. Die Wasserfälle von Iguazú sind unglaublich beeindruckend. Aus dem Fluss Iguazú bilden sich plötzlich mehrere hundert einzelne Wasserfälle, die bis zu 70 Meter tief abstürzen. Iguazú bedeutet in der Guaraní-Sprache (Sprache der Ureinwohner) „grosses Wasser“. Das Wasser tobt, brodelt, sprudelte und rauscht und lässt einem auch nicht immer trocken bleiben. Und wenn man Lust auf mehr Wasser hat, macht man’s am besten wie Sandra & Irene und man bucht sich eine 15-minütige Boottour, nahe zum Wasserfall, und lässt sich von Wasser berauschen und so verlässt man den Park garantiert pflotschnass!;) Nicht nur die Wasserfälle sind eindrücklich, sondern auch der grüne Regenwald …...und die Tierwelt….hunderte farbenprächtige Schmetterlinge flatterten um uns herum…Raupen, in Arten wie wir sie noch nie gesehen haben, verschiedene Vögel, Eidechsen, ich glaube wir sahen noch wilde Meerschweinchen oder so was ähnliches und nicht zu vergessen die verfressenen Nasenbären. Auch diese Reise führte uns dann noch 3 Tage nach Buenos Aires. An einem Abend überraschte uns, auf dem Nachhauseweg, noch ein kräftiges Gewitter….ich glaubte ja am Anfang noch an einen schnell vorbeigehenden Platzregen. Wir flüchteten also wie viele andere unter einen kleinen Unterstand. Doch der Regen wollte nicht nachgeben, im Gegenteil er wurde immer stärker. Schlussendlich sprangen auch wir zur nahe gelegenen Metrostation, um dort die Metro zu unserem Hostel zu nehmen. Von der Gegenrichtung fuhr eine Metrobahn ein und in diesem Moment, stürzten ein paar viele Liter Regenwasser durch die Decke der Metrostation. An Anfang fanden wir das ja noch spektakulär. Doch als sich das mehrmals wiederholte war uns dann nicht mehr so wohl, das ganz Metronetz wurde deshalb lahm gelegt, und so machten wir uns dann zu Fuß zum Hostel, besser gesagt zum nebenan gelegenen Restaurant. Auch da wartet auf uns noch eine Überraschung….im ganzen Restaurant krochen und flogen Kakerlaken herum…diese seien aufgrund des Gewitters herein geflohen, dies sei hier immer so…nun habe es ja nicht mehr viele dieser Ficher!! Ich kenne das Restaurant schon von meinen vorherigen Aufenthalten in Buenos Aires und weiss, dass es sonst wirklich super gut ist. So haben wir uns dann entschlossen die Karte gleichwohl zu bestellen. Doch dann noch das….eine Kakerlake kriecht Irene das Bein hoch!!!...Sandra & ich genossen unser Stück argentinisches Fleisch gleichwohl… Doch ich glaube sonst haben die beiden auch einen guten Eindruck von Buenos Aires;)…. Wieder in Santiago, genossen wir dann noch 2 ruhige, gemeinsame Tage bevor, für die 2, wieder in Heimreise auf dem Programm stand. So…nun sollte ich dann mal Schluss machen…und schicke euch hiermit ganz liebe Grüsse in die Schweiz! Auch Vani lässt euch alle fest grüssen! Mirjam |
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| 07.05.2007 | |
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Die Baubranche hier in Santiago floriert gewaltig und die Wolkenkratzer schiessen wie Pilze aus dem Boden. Da grosse Teile Chiles in einer stark erdbebengefährdeten Zone liegen, wird hier dem erbebengerechten Bauen eine besondere Bedeutung beigemessen. Gerade vor zwei Wochen gab es im Süden von Chile ein grösseres Erdbeben mit einem anschliessenden Tsunami bei dem 10 Menschen ums Leben kamen. Um die Verformungen von Hochhäuser unter Erdbeben-, und Windeinwirkungen zu reduzieren, wurde im ersten Gebäude in Chile ein tuned mass damper TMD installiert. Dieser funktioniert wie folgt: Im obersten Stockwerk dieses Gebäudes wurden zwei Pendel mit je 200 tonen Masse installiert. Diese Massen sorgen dafür, dass das Gebäude weniger stark in seiner ersten Resonazschwingung angeregt wird. Wie ihr auf den mitgesendeten Fotos sehen könnt, ist die Masse bestehend aus einem Betonklotz gefüllt mit Stahlkugeln an der Decke des Gebäudes aufgehängt. Die Länge des Pendels und damit seine Eigenfrequenz werden nach Abschluss der Bauarbeiten auf die durch Mikrovibrationen gemessenen effektiven Gebäudefrequenzen abgestimmt. Die Effizienz dieses TMD hängt von der Frequenz der Anregung (Wind oder Erbeben) in Relation zu den Eigenfrequenzen des Gebäudes ab. Mit der zeitlichen Nutzung des Gebäudes oder während eines starken Erdbebens ändern diese Eigenfrequenzen des Gebäudes. In meiner Diplomarbeit werde ich deshalb versuchen die Effizienz des Pendels mit einem speziell kontrollierbaren Dämpfer, der zwischen Masse und Gebäudestruktur installiert wird zu erhöhen. Dabei besteht die Hauptarbeit darin diesen Dämpfer zu Entwerfen, zu Fabrizieren, zu Testen und am Schluss im Gebäude zu installieren. Ist eine super spannende Aufgabe!!! Gruss in die Schweiz |
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| 31.03.2007 | |
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…wie schnell die Zeit vergeht! Vor mehr als 3 Monaten kamen Vani´s Eltern bei uns in Chile an. So konnten wir dann gemeinsam schöne Weihnachtstage bei Vani´s Tante (Fredys Schwester die seit 35 Jahren in Chile ihre Missionstätigkeit erfüllt) verbringen. …Weihnachten, das schneit schon so weit weg zu sein. Doch wir haben das Gefühl, dass wir erst noch mit Lisbeth und Fredy unsere 10-tägige Reise mit einem Mietauto starteten. Zusammen haben wir die Seen- und Vulkanregion im Süden von Chile erkundet. Wir sind durch traumhafte Landschaften gefahren. Zwischendurch fühlten wir uns fast wie in der Schweiz. Die Gegend ist grün, tiefblaue Seen, perfekte Vulkankegel mit Krägen aus Schnee, umgeben von weiteren Bergen und dichten Wäldern aus riesigen Araukarien-Bäumen. Apropo Schweiz, die erste Nacht verbrachten wir in der Hosteria Suizandina. Eine super schöne Berghütte im Schweizerstil gebaut. Diese Hosteria wird von einer jungen schweizer Familie geführt. Sogar die gelb-weissen Wanderwegschilder ums Haus herum haben nicht gefehlt! Im Nationalpark Conguillio genossen wir dann die unberührte Natur und die Fahrt durch die Lavagegend immer mit Sicht auf den Vulkan Llaima (3125m). Die Lavamassen des letzten Ausbruches vor ein paar Jahren sind Zeugen seiner Aktivität. Er gilt als einer der aktivsten Vulkane von Chile. Unser geplanter Abstecher nach Argentinien ist dann leider an der Grenze, wegen einem fehlenden Dokument unseres Mietautos gescheitert. Trotz Vani´s stündigem oder 2…- stündigem Überredungsversuch liess sich der Beamte nicht umstimmen. In solchen Angelegenheiten sind die Beamten hier in Chile stur. Was ja grundsätzlich auch richtig ist…. Nach der Seenregion ging es dann mit der Fähre für 2 Tage auf die Insel Chiloé, wo wir zu Silvester mit kräftigem Regen empfangen wurden. Silvester feierten wir mit einem Studiumkollege von Vani und dessen Familie. Mit starkem Wind und Regen muss man hier auf der Insel eigentlich das ganze Jahr rechnen. Chiloé hat flächenmässig ca. 1/8 der Schweiz und etwa nur die Hälfte davon ist bewohnt, der Rest ist aufgeteilt in verschiedene Nationalpärke. Es leben dort viele Menschen vom Fischfang, der Landwirtschaft und verschiedenen Kunsthandwerken. Für die Jungen gibt es nicht so viele Möglichkeiten und so kommt es oft vor, dass sie Chiloé verlassen um ein Studium oder eine Arbeitsstelle beginnen zu können. Auf Chiloé sahen wir die bekannten Holzkirchen, die Palafitos (Stelzenhäuser oder Pfahlbauten) und auf einer wellenreichen Bootstour sogar Magellanpinguine. Für uns hat Chiloé einen besonderen Scharm. Deshalb möchten wir noch einmal zurückkehren um mehr von der Insel zu entdecken. Auf dem Rückweg, wieder in Richtung Norden verbrachten wir noch einen Tag in Valdivia, wo der Besuch der Bierfabrik Kunstmann mit Degustation nicht fehlen durfte…. Die letzten Tage verbrachten wir wieder bei Vani´s Tante und genossen dort noch ein paar ruhige Tage. Am 9. Januar 2007 fand dann unserer Familien-Asado (Grillfest) statt. Meine Eltern und Nadj, meine Schwester, sind nun auch auf chilenischem Boden gelandet. Wir verbrachten alle zusammen einen gemeinsamen Abend bei uns in Santiago. Zu diesem Fest durfte dann auch unsere chilenische Familie, bei welcher wir am Anfang während der Sprachschule gewohnt haben, nicht fehlen! Für Lisbeth und Fredy gingen nun ihre Ferien zu ende und für uns stand schon wieder die nächste Reise nach Patagonien, in den Süden von Chile und Argentinien, mit meiner Familie auf dem Programm. Wir flogen von Santiago nach Punta Arenas, ganz in den Süden von Chile, ca. 3000 km von Santiago. Von dort aus ging es dann 4 Wochen mit Rucksack und Bus weiter. Ja, insgesamt verbrachten wir etwa 100 Stunden im Bus. Einige Höhepunkte dieser Reise waren die Pinguinkolonie auf einer Insel, dort konnten wir tausende Pinguine und einen super starken Wind hautnah miterleben. Dann Ushuaia die südlichste Stadt der Welt. Sie befindet sich auf der argentinischen Seite der Insel Feuerland, wo sich im Hochsommer Schnee, Sonnenschein und Regen innerhalb wenigen Minuten abwechselten. Weiter folgte der Nationalpark Torres del Paine, einer der berühmtesten Nationalpärke von Chile. Zum Torres del Paine kommt mir spontan traumhafte Landschaften mit viel Regen in den Sinn, … der uns fast die ganzen 3 Wandertage begleitete und weshalb wir einen Fluss mit knietiefem, kaltem reissendem Wasser durchqueren mussten. ….Aber selbstverständlich auch die 3 Torres, die 3 berühmten steil aufragenden Berge! Trotz dickem Nebel machten Nadj, Vani und ich uns frühmorgens auf den Weg hinauf zu dem Aussichtspunkt. Als wir 2 Stunden später oben angekommen sind ….nichts als Nebel…wir genossen auf einem Felsen unserer Frühstück und dann…….der Nebel löst sich auf und die Wolken verschwinden. Super Sicht und stallblauer Himmel, die 3 Torres stehen in voller Pracht vor uns. Dieses Schauspiel wiederholte sich noch ein paar Mal ….Nebel …stallblauer Himmel ….Nebel …Sonnenschein! Dies war für uns ein unglaublich schönes Naturspektakel und das frühe Aufstehen hatte sich gelohnt! Danach etwas weiter nördlich, wieder in Argentinien, der Gletscher Perito Moreno. Ich glaube das war für uns 5, das Highlight der Highlights!!! Die Eiswand, die so genannte Gletscherzunge, des Perito Morenos erhebt sich 60 Meter hoch aus dem See Argentino. Der Gletscher ist eine Besonderheit, denn er ist einer der wenigen wachsenden Gletscher weltweit. Während die meisten anderen Gletscher langsam abzutauen scheinen, wird der Perito Moreno jährlich langsam, aber sicher grösser. Wir konnten miterleben wie sich riesige Eisstücke von der Gletscherwand lösten und mit einem mächtigen Donnern in den See stürzten….unglaublich!!!!! Wieder in wärmeren Gewässern, im Norden von Patagonien, konnten wir auf der Halbinsel Valdes, am atlantischen Ozean, verschiedene Tiere bestaunen wie z.B. Seelöwen, Seeelefanten, Robben, Pinguine, Guanakos (lamaähnliche Tiere) und verschiedene Vögel. In Claromeco, verbrachten wir dann ein paar ruhige Tage am Meer, auf einem Campingplatz. Wir hatten ein super herziges Holzbungalow und nutzten die Gelegenheit für gemütliche Grillabende. Claromeco ist ein Ort für Bade- und Angelfreunde und ist bislang ziemlich vom ausländischen Tourismus verschont geblieben. Zum Abschluss dieser 4 Wochen durfte dann natürlich ein Abstecher nach Buenos Aires nicht fehlen. Diese Stadt hat und behält für mich einfach etwas Besonderes! Und ich habe mein Versprechen gehalten …als ich im Juni 2006 nach 6 Wochen Buenos Aires verliess, habe ich gesagt…Buenos Aires ich komme wieder! Bevor wir von Nadj (Mitte Februar) und meinen Eltern (Ende Februar) Abschied nehmen mussten, besuchten wir auch Vani´s Tante in Linares und machten gemeinsam noch kleine Ausflüge in und um Santiago. Ja, dies sind ein paar Ausschnitte aus unseren Sommerferien in Chile und Argentinien. Noch ein Tipp: einfachluxuriös die Sendung von SF1 zeigte am 11.01.07 eine Reportage von ARGENTINIEN – PATAGONIEN. Wenn ihr Zeit und Lust habt die Sendung zu schauen, macht das unter: http://www.sf.tv/sf1/einfachluxurioes/index.php?docid=20070111 Es lohnt sich und ihr seht auch ein paar Orte unserer Reise! ……..ja sooo schnell vergeht die Zeit und viele Erinnerungen bleiben!!! Wir möchten unseren Familien noch einmal herzlich danken für die schöne gemeinsame Zeit!!!! Wir haben wieder einmal einige Ferien-Fotos für euch auf die Homepage des Turnvereins Uffikon getan. Ihr könnt sie euch hier anschauen: http://www.tv-uffikon.ch/rene/album5/index.html Wir schicken euch allen ganz liebe Grüsse in die Schweiz!!!! Mirj&Vani |
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| 14.12.2006 | |
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Hizó perro muerto 14.12.06 Chile an Schweiz Hizó perro muerto, mit diesen Worten hat ein Freund von mir seine Freude über den Tod von Ex-Diktator Augusto Pinochet in einem Mail ausgedrückt. Hizó perro muerto, ist eine Redewendung und heisst Wortwörtlich „er hat den toten Hund gemacht“ was soviel bedeutet wie, er ist abgehauen ohne zu bezahlen. Wie ihr sicher auch in der Schweiz mitgekriegt habt, war der Tod Pinochets für die Einen ein Freudentag und für die andern ein Anlass zu Trauer. Natürlich haben wir uns an diesem Sonntag ins Zentrum von Santiago begeben und uns unter die Leute gemischt die auf Pinochets Tod angestossen haben. Es war unglaublich wie zehntausende ausgelassen gefeiert hatten, als ob Chile Weltmeister im Fussball geworden wäre. Einige Eindrücke erhaltet ihr in Form von Fotos. Viele Leute haben gesagt, dass dies das schönste Weihnachtsgeschenk sei das sie sich vorstellen könnten. Wie man überall auf der Welt mitbekommen hat gab es dabei auch einige wenige dumme, die sich Strassenschlachten mit der Polizei geliefert haben. Dies war jedoch eine Minderheit, die ihre Freude mit Gewaltakten ausdrückte. So haben auch wir ein wenig Tränengas abbekommen als wir uns dem Präsidentenpalast nähern wollten. War zum Glück nicht allzu schlimm und wir haben uns dann möglichst schnell aus dem Staub gemacht. Für die einen ist Pinochet ein Held für die andern ist er ein Mörder. In dieser Frage ist Chile gespalten. Dies ist überhaupt nicht verwunderlich, während die Pinochetisten vom mit eiserner Härte geführten Regime profitiert hatten, wurden seine Gegner verfolgt, gefoltert oder sogar deportiert. Die daraus resultierenden Ungleichheiten reflektieren sich bis heute in den sozialen Schichten. Bevor Pinochet abgewählt wurde hat er noch einige Gesetze zu seinen Gunsten geändert, so dass er nach seiner Abwahl im Hintergrund immer noch die Fäden ziehen konnte. So blieb er nach seiner Abwahl 1990, bis 1998 Oberbefehlshaber der Armee. Hier sei noch bemerkt, dass bis heute die Armeeführung von den Militärs selbst und nicht vom Parlament gewählt wird. Ein weiteres Überbleibsel aus der Pinochetzeit sind die gratis Parlamentssitz, die das Militär bei den Parlamentswahlen erhält. Man ist daran diese Regelung zu ändern, jedoch gibt es immer noch Pinochetisten die solche Reformen im Parlament blockieren. So ist es nicht verwunderlich, dass auch die längst fälligen sozialen Reformen im Parlament nur schleppend vorankommen. Dies alles ist der Preis dafür, dass Pinochet abgewählt und nicht durch einen Putsch gestürzt wurde. Pinochet hat 1973 mit seinem Militärputsch das sozialistische Regime von Salvador Allende gestürzt und für die Pinochetisten das Land vor dem Kommunismus bewahrt. Natürlich haben auch die Freunde aus dem Norden vom Kontinent Amerika die Finger im Spiel gehabt. Als Allende die Kupferminen verstaatlicht hatte, haben die Amerikaner den Hahn für Chile zugedreht und Pinochet, der in den USA an einer Militärakademie studiert hatte zum Putsch verholfen. Die Pinochetisten vertreten immer noch die Meinung, dass die florierende Wirtschaft die Chile heute hat ihrem General zu verdanken sei. Diese Meinung kann man ja vertreten, da wir heute wissen, dass der Kommunismus auch nicht der Weissheits letzter Schluss war. Ob das Land jedoch tatsächlich dem Kommunismus zerfallen wäre, sei dahingestellt. Sicher ist, dass sich die Gräueltaten, die sich zu Pinochetzeiten zugetragen haben nicht durch die gute heutige Wirtschaftslage entschuldigen lassen. Nicht zu vergessen, dass sich wie bereits erwähnt nur einige wenig ein Stück von diesem Kuchen abschneiden. Persönlich bin ich der Meinung, dass es für Chile das beste war was passieren konnte, dass Pinochet seinen Weg ins Jenseits gefunden hat. Für Chile hoffe ich, dass man damit das Thema Pinochet in geraumer Zeit endlich begraben kann. Damit die Geschichte wirklich Geschichte wird. Dies ist heutzutage überhaupt noch nicht der Fall. Im täglichen Leben ist das Thema Pinochet immer präsent. Pinochet steht für die Spaltung des Landes in rechts und links oder für arm und reich. So werde ich zum Beispiel in den Pinochettopf geworfen, wenn ich erzähle in welcher Universität ich studiere, da meine Uni politisch auf der rechten Seite angesiedelt ist. Es ist zu hoffen, dass die Justiz in Zukunft fähig ist die Leute für ihre Taten während der Pinochetzeit zur Rechenschaft zu ziehen und dass im Parlament nötige Reformen durchgebracht werden um das Thema Pinochet endgültig als Geschichte adakta zulegen. Nun noch zu weiteren News. Wir sind ja nun schon seit bereits einem Jahr hier in Chile und ich habe mein zweites Semester in der Uni abgeschlossen. Dieses zweite Semester hat mir wirklich Spass gemacht und nun bin ich daran mich auf meine Diplomarbeit, die ich im März beginnen werde vorzubereiten. Diese Arbeit möchte ich bis Ende 2007 abschliessen. Auch Miry ist seit mehr als einem Monat von ihrem Arbeitsurlaub in der Schweiz zurück. In diesem Monat hat sie in einem Sozialprojekt für Kinder aus armen Verhältnissen an der Peripherie Santiagos gearbeitet. Dabei hat sie viele bewegende Erfahrungen gemacht. In der Zwischenzeit haben wir auch Besuch von Sam und Beni aus der Schweiz gekriegt mit welchen wir einige schöne Stunden genossen haben. Nun stehen die grossen Ferien vor der Tür. Nächsten Samstag kommen meine Eltern zu Besuch und im Januar die Eltern und die Schwester von Miry, mit ihnen wollen wir Chile und Argentinien erkunden. So geht das… Nun möchten wir euch allen ganz tolle Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen, in welchem wir euch mit neuen Eindrücken unserer Reise durch Chile und Argentinien eindecken werden. Gruss René und Miry |
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| 14.12.2006 | |
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Nationalfeiertag 09.10.06 Liebe Freunde aus der Schweiz Toll hier in Chile zu sein denn heute ist Feiertag hier. Tag der Rasse heisst dieser Tag. Eigentlich wäre dieser Tag am 12. Okt. aber wie die Chilenen sind haben sie den Feiertag auf den Montag verlegt um ein verlaengertes Wochenende zu haben. Feiertag = Freitag und dies trifft seit langem wieder mal zu. Habe letzte Woche gerade wieder einmal ein von den Monsteraufgaben fertiggestellt die wier so alle 3 Wochen kriegen und jede zwischen 30 und 40 Stunden dauert. Macht aber richtig spass man lernt sehr viel dabei und da ich jetzt meine Rueckstand im Studium wetgemacht habe macht es auch wirklich Spass. Dieses Wochenende habe ich also mal nichts fuer die gemacht und meine Freizeit ganz dem Sport gewidmet. Am Samstag Trainieren wir jeweils im Volleyballclub in dem ich seit einiger Zeit mitspiele. Das mag euch erstaunen dass ich volleyball spiele, da ja man beim Volley ja nicht all zu viel rennen muss was eigentlich meine Leidenschaft ist. Muss auch sagen Volleyball macht auch nicht ganz so viel Spass wie Beachvolley: So komplementiere ich meine Sportlichen aktivitäeten mit mit Fussball und laufen. Es war in letzter Zeit einiges los hier in Chile. So haben wir gleich 4 Tage den Nationalfeiertag gefeiert. Nationalfeiertag ist hier am 18. und 19 sept. Da diese Tage gerade auf den mo und di gefallen sind waren es 4 Tage frei. So wurde gerade 4 Tage am Stueck gefeiert. Das heisst hier man macht hier eine Grillparty mit Familie und Freunden oder man Geht an eine dieser öffentlichen Veranstaltungen von denen es zahlreiche gibt. Grillparty (asado) sagt man hier heisst Fleisch und vorallem Bier, Salat oder andere Beilagen sind nicht so beliebt. Diese Öffentlichen Fondas wie man sie nennt sind sehr traditionell, mit vielen verschieden volkloretaenzen und anderen Atraktivitaeten wie eine Art Rodeo. Da jagen sie mit ihren Pferden den Kuehen hinterher, ist eine Art Wettkampf. Natuerlich gibt es auch viele traditionelle kulinarische Lekerbissen. War super intressant und habe viel von der chilenischen Volklore und Kultur erfahren, was man ansonsten in Santiago nicht so mitbekommt. Natuerlich geht das immer die ganze nacht und man kommt kaum vor Sonnenaufgang ins Bett. Da trifft man um morgens um 3 noch die ganze Familie vom 3-jährigen bis zum Opa. Während die Kinder und die ältere Garde sich um diese Zeit ein kurzes schläfchen goennen tanz der Rest der Familie bis in die Morgenstunden. Natuerlich habe ich auch einige dieser Volkstänze gelernt. Es gibt einige ziemlich einfache und ander die schwieig sind. Eine Woche vor dem Nationalfeiertag hat sich der Jahrestag des Militärputsches zum 33 mal gejährt. Da merkt einer dass die Geschichte noch nicht Geschichte ist. Es hat ziemlich heftige auseinadersetzung und Demonstrationen gegeben. So haben sie am Vortag dieses Jahrestages einen Molotovcotail ans Regierungsgebäude geworfen und zwar exakt an die gleiche Stelle wie vor 33 jahren was natuerlich aus psychologischer sicht ein absoluter Skandal war. Am Jahrestag selbst haben dann die Strassen gebrannt und die Polizei hat sich einige Strassenschlachten mit jugendlichen geleistet. Bei mir vor dem Haus haben die Jungs mitten auf der Hauptstrasse ein grosses Feuer gemacht, danach haben sie einen Molotovcoctail in einen Transformer geworfen der dann natürlich explodiert ist, so hatte ich dann halt die ganze Nacht keinen Strom mehr. Habe gerade gesehen wie dieser Transformer explodiert ist, hat noch spektakulär ausgesehen und einen riesen knall gegeben. Die Leute haben hier in Chile gemerkt, dass sie im allgemeinen mit protestieren bei der Regierung etwas bewirken koenen. So habe ich mir sagen lassen, dass es in letzer Zeit immer häufiger vorkommt dass die Leute auf die Strasse gehen. Natuerlich gibt es dann immer auch solche die dann randalieren. Wenn man jedoch die sozialen unterschiede und missstände hier sieht ist das auch nachvollziebar das man sich mal auf die Strasse geht oder die Arbeit niederlegt um fuer seine Rechte zu kaempfen. Chile ist immer noch super liberal, dies kommt immer noch von der Zeit der rechten Militäerdikatur unter Pinochet. Da Pinochet abgewählt wurde und nicht mit Militärischer Gewalt gestürtzt wurde sind viele Errungenschaften aus dieser Zeit beibehalten worden. Im Parlamente ist war es schwierig etwas zu ändern weil die Leute die Geld haben von der Anhängerschaft Pinochets stammen und natürlich nichts an ihrem Status ändern wollten. So ist das Land immer noch in einem Prozess um gegen die soziale Ungerechtigkeit anzukämpfen. Dies fängt schon bei der Schulbildung an. Die öffentlichen Schulen sind ziemlich schlecht und wer kein Geld hat um seine Kinder auf eine private Schule zu schicken handelt sich schon mal einen nachteil ein um nachher eine weitere Ausbildung zu machen. Da die Universitäten sehr teuer sind koennen sich natuerlich nur sehr wenige leisten ihre Kinder auf die Uni zu schicken. Ein System wie wir es kennen mit Berufsausbildung gibt es hier nicht. Und so bleibt arm arm und reich reich. Da die Loehne ohne abgeschlossene Ausbildung gerade mal fuer das noetigste reichen. Dies gibt unsereinem manchmal schon ein bisschen zu denken, was jedoch noch intresanter ist: Die ärmen Leute sehen ihre Situation gar nicht so dramatisch wie ich sie jetzt vielleicht dargestellt habe und sind groessten Teils zufrieden mit dem was sie haben. |
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| 14.12.2006 | |
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Gelacht wie schon lange nicht mehr 11.09.06 Hallo zusammen in der Schweiz Wie einige schon wissen hat Miry mich fuer zwei Monte verlassen um in der Schweiz zu arbeiten. Sie hat in einem Altersheim ein tolles Angebot fuer eine Temporaerstelle gekriegt, waehrend wir hier in Santiago vergebens versucht haben fuer sie eine passende Arbeitsstelle zu finden. Ich bin uebrigens wieder ziemlich beschaeftigt mit meinem Studium das jetzt auch so richtig Spass macht. Waehrend ich morgens jeweils Fruehstuecke hoere ich immer Radio Pilatus und am Abend gehoert das "Echo der Zeit" von DRS1 jeweils zur Standardradiosendung. Uebrignens die 6 Stunden Zeitverschiebung haen ihren positiven Efekt, dass mir jeweils Andi Wolf vom Radiopilatus mit seinen dummen Spruechen erspart bleibt. Was ich euch aber wirklich erzaehlen wollte ist, dass ich mir diese Woche eines Morgens fast ein Loch in den Bauch gelacht habe, als ich die Nachrichten hoerte. Da habe ich erfahren, dass der Bund bei euch in der guten Schweiz eine Laermlimite fuer Rasenmaeher einfuehren will. Wenn man ja in der Schweiz lebt, mag dies ja nicht sehr komisch sein, fuer mich hier unten war dies jedoch Anlass zu einem Lachanfall (soll ja bekanntlich gesund sein) von dem ich mich fast nicht mehr erholen konnte. Da habe ich gedacht: Die Spinnen die Eidgenossen. Das erste was ich dann gemacht habe war, dass ich mal nachgeschaut habe ob wier schon wieder den ersten April haben. Habe dann aber festgestellt, das es sich hier um eine ernste Sache handelt. Danach ist mir dann wieder einmal bewusst geworden, dass wir hier unten schon einbischen in einer andern Welt leben. Waehrend des taeglichen lebens ist einem dies gar nicht so bewusst. Hier in Santiago versteht man auf der Strasse ja kaum sein eigense Wort wenn die lauten Busse einem mit Laerm und Rauch einnebeln. Von einer Rasenmaehrnorm fuer hoechstlimiten der Laermemission ist man hier noch einige Jahre entfernt. Zuerst muessen hier noch andere Probleme des taglichen Lebens wie Abfallentsorgung oder die Sicherung der Energieversorgung angegangen werden bevor man sich den Rasenmaeher widmen kann. Wahrscheindlich wird es auch in hundert Jahren nicht so weit kommen weil die Kultur, die hier gepflegt wird ein solches Thema gar nie zum Problem machen wuerde. So liebe Freunde der Rasenmaeher, dies sind also die Gedanken eines jenigen der gerne mit kritischen Augen verfolgt was sich so alles in seiner geliebten Heimat tut. Gruss aus Santiago Rene |
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| 25.08.2006 | |
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hola zusammen wir hoffen auch euch allen geht es gut!? hier in santiago laeuft alles prima und wir duerfen nun schon wieder unsere ersten fruehlingstage geniessen! noch schnell die neusten news. vani ist nach seinem 1-monatigen unterbruch in der uni wieder gut gestartet. bezueglich des lernstresses ist es nun fuer ihn auch etwas angenehmer als im ersten semester. doch es gibt immer einiges zu tun, der aufwand lohnt sich aber. noch kurz zu mir. ich werde am naechsten montag in richtung schweiz abfliegen. .........genau,...nicht dass ihr an euch zweifelt, wenn ihr mich einmal auf schweizer strassen antrifft!;) im september und oktober werde ich temporaer in einem altersheim arbeiten gehen. am 1. november fliege ich dann, puenktlich zum sommer wieder zurueck zu vani nach santiago. so, wir schicken euch allen liebe gruesse in die schweiz und ich sage....bis bald!!! mirj&vani |
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| 01.08.2006 | |
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……hola…….. Den 1-monatigen Unterbruch in der Uni nutzen wir, um den Norden von Chile zu erkunden. So zogen wir also anfangs Juli zu dritt (für die, die es noch nicht wissen mein Bruder Marc kam uns besuchen) los. Der erste Halt war in La Serena, einem Hafenstädtchen wo wir die Tochter von der Familie, bei der wir früher gewohnt haben besuchten. Obwohl wir unangemeldet kamen, wurden wir herzlich empfangen und konnten bei ihnen übernachten. Gastfreundlich wie die Chilenen sind, zeigten sie uns auch die ganze Stadt. Nach kurzem Aufenthalt bei unserer chilenischen Schwester und Familie ging es weiter ins Valle del Elqui. In diesem Tal wird das chilenische Nationalgetränk der Pisco (Schnaps) produziert. In diesem Bergtal leben vor allem Künstler, spirituelle Menschen und „Aussteiger“. So haben wir auf einer Wanderung durch das Tal Hormiga (auf Spanisch Ameise) zirka so alt wie wir, kennen gelernt. Er ist aus Santiago und wohnt seit einem Jahr zu hinterst im Tal als Einsiedler. Er lädt uns sofort in seine selbst gebaute Hütte zum Kaffee ein. Da lebt er mit seiner Katze, Hund, Kakteen, die er ab und zu isst um aus Langeweile für einige Zeit ins Nirvana abzutauchen. Natürlich baut er auch alles Sonstige an, was sich rauchen lässt. Ansonsten arbeitet er hart für seinen Traum, ein Campingplatz zu errichten auf dem diverse Expeditionsattraktionen in dem Tal angeboten werden sollen. Nach Elqui ging es eine Nacht per Bus weiter Richtung Norden, wo wir ein paar Tage im Nationalpark Pan de Azucar, direkt am Meer unsere Zelten aufschlugen. Wir genossen dort das Meer, die frische Luft, die man in Santiago vergebens sucht und die herrliche Ruhe bevor wir ins touristenüberlaufene San Pedro de Atacama (4200 müM.) per Bus weiter zogen. Da angekommen besuchten wir zwei der touristischen Naturschauspiele Valle de Luna und Tatio Geysire, die bewundernswert aber für unser empfinden viel zu touristisch waren. Danach beschlossen wir kurz herum eine dreitägige Tour nach Bolivien zu machen und in Bolivien weiter nördlich zu Reisen. Die Tour stellte sich als absolutes Highlight heraus. Wir waren in zwei 4WD-Fahrzeugen drei Tage durch das Altiplano (Hochland) unterwegs. Hier bewunderten wir Vulkane, Lagunen in verschiedenen Farben, Salzseen, Wüste, Geysire (aktive Vulkanlöcher aus denen Wasserdampf austritt) und diverse einheimische Tiere. Wir bewegten uns auf Höhen zwischen 4500 m und 5000 müM, wo es in der Nacht bis -20 Grad und am Tag bis 20 Grad warm wird. Auf diesen Höhen über Meer rennt einer dann nicht mehr so einfach rum, und das Kopfweh das man von der Höhe bekommt bringt man am besten mit Kauen von Kokablättern weg. Dies ist dort auch absolut legal. Die Kokapflanze wurde zu früheren Zeiten von den Ureinwohnern, wie Inkas als Heilmittel und Betäubungsmittel eingesetzt. Unsere Tour endete in einem Städtchen Namens Uyuni indem wir auch noch eine Salzmine besuchten. Auf dem grössten Salzsee der Welt (ein drittel der Fläche der Schweiz) wird da in mühsamster Handarbeit das Salz von der Oberfläche des Sees mit einer Art Schaber abgekratzt, an der Sonne getrocknet, von Hand mit Schaufel auf Lastwagen aufgeladen, wieder abgeladen und später in Säcke abgepackt. Da wurde uns klar, wir sind in Bolivien wo Südamerika wirklich noch so ist, wie man es sich bei uns vorstellt. Die Leute leben hier in sehr armen Verhältnissen, dies auch nicht zuletzt wegen der geografischen Situation. Die ganze Region liegt auf einer Höhe zwischen 3500 und 4000 m.ü.M. Die Leute leben fast ausschließlich von der Landwirtschaft, Tourismus und Bergbau. Landwirtschaft heisst, Lamazucht, dies sind die einzigen Tiere die auf dieser Höhe und dem trockenen Klima (es regnet pro Jahr zwischen 3 und 10 cm) noch leben können. In Potosi einer andern Stadt besuchten wir eine Silbermine, die in seiner Blühte die Wichtigste weltweit gewesen war. Leider blieb vom Reichtum der Mine nichts übrig, das Silber ist weg und heute wird unter erbärmlichsten Bedingungen Zink abgebaut. Die Mine, die wir besuchen konnten gleicht einem Maulwurfsbau. Es wird alles in Handarbeit gemacht, sogar die Löcher für die Sprengungen werden noch von Hand gemeisselt. Um den Strapazen der harten Arbeit zu trotzen kauen die Arbeiter Kokablätter mit einem so genannten Katalysator, um keinen Hunger zu verspüren und nicht Müde zu werden. So arbeiten sie zum Teil bis 15 Stunden am Tag. Man hat uns gesagt, dass es auch Kinder gibt, die in der Mine arbeiten. Danach ging es nach La Paz in die Hauptstadt Boliviens. La Paz liegt in einem Talkessel auf ca. 4000 müM. und unterscheidet sich sehr stark von Santiago. Es geht da sehr lebhaft und laut zu und her, so wie man sich halt Südamerika vorstellt. In La Paz haben wir uns von Marc getrennt, der weiter nach Peru reiste. Wir beide wollten eigentlich von La Paz mit dem Zug nach Chile zurückreisen. Wir haben dann jedoch in Erfahrung gebracht, dass sie die Strecke vor einigen Jahren geschlossen haben. So machten wir einen Abstecher nach Copacabana in Bolivien am Titicacasee. Danach ging es noch einen Tag nach Puno in Peru, wo wir auf dem Titicacasee schwimmende Inseln die aus getrocknetem Seegras gemacht sind besuchten. Die Leute leben auf den Inseln in Strohhütten, die sie aus dem Seegras machen. Von Puno sind wir dann nach Arica in Chile zurückgekehrt. Dort haben wir uns noch zwei Tage auf einem Campingplatz am Meer von unseren tollen Eindrücken, Begegnungen und Erlebnissen von unserer Reise ausgeruht, bevor wir in 30 sündiger Busfahrt (ca. 2000 km) nach Santiago zurückgekehrt sind. Bolivien hat uns sehr gut gefallen und ist ein sehr tolles Land zum Reisen. Zum Nachdenken geben einem jedoch die armen Verhältnisse, in denen die Leute dort leben. Eine der einzigen Hoffnungen die viele Leute haben ist, dass der neue Präsident Evo Morales Veränderungen bringen soll. Bolivien wäre eigentlich sehr reich an Bodenschätzen, wie Gas und vor allem Öl. Leider blieb bis jetzt nicht viel von der Ausbeutung der Reichtümer im Land oder gelangte wie so oft in falsche Hände. Mit der Verstaatlichung der Ölfirmen hofft man jetzt, sich mehr vom Kuchen Öl abzuschneiden. Aber da gibt es ja bekanntlich noch andere die es auf unserer Kugel auch auf das schwarze Gold abgesehen haben. Ps. Auf der Homepage www.tv-uffikon.ch/index2.htm könnt ihr wenn ihr Lust habt ein paar unseren Ferienphotos anschauen. Wir schicken euch allen ganz liebe Grüsse in die Schweiz!!! René & Mirj |
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| 31.07.2006 | |
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03.Juli 2006 Hola....como estan? Ich habe euch vor ein paar Wochen aus Buenos Aires versprochen, euch über einige Erfahrungen, die ich im Sozialhilfeprojekt gemacht habe zu berichten. Nun sitze ich hier, wieder in Santiago, und überlege was ich schreiben könnte.....Mein Herz und mein Kopf sind voll von eindrücklichen Erlebnissen, ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll. Am liebsten würde ich euch persönlich über die eine oder andere Geschichte erzählen.;) Wie ich bereits in meinem letzten Mail aus Buenos Aires geschrieben habe, arbeitete ich in einem Stadtviertel, in welchem sehr viele arme Leute wohnen. Viele dieser Menschen haben kein Eigenheim und sind so oft gezwungen auf der Strasse zu leben. Wie der kleine 3 jährige Christian mit seinem Vater. Christian kam ab und zu ins Projekt z'Vieri essen und nahm anschliessend an den Kinderaktivitäten teil. Immer war ganz deutlich spürbar, dass dieser kleine Chico auf der Strasse ums überleben kämpfen musste. Er war oft aggressiv und hatte Mühe mit anderen Kindern zu spielen. Was mich auch immer wieder erschreckte, war der Wortschatz den der Kleine bereits hatte...so sagte er z.B. zu anderen Kinder beim z'Vieri...."sauf das und dann bist du besoffen"...... Die Regierung stellt den Obdachlosen mehrere alte, sehr einfache "Hotels" (nicht zu vergleichen mit den Hotels die wir kennen) zur Verfügung. Die Leute müssen dort täglich frühzeitig anstehen, denn nur die ersten bekommen ein "Zimmer" für eine Übernachtung. Diese "Zimmer" sind meistens nur mit Vorhängen abgetrennt und die ganze Familie muss in diesem kleinen Raum ein Schlafplätzchen finden. Zu bedenken ist da auch, dass sie meistens viele Kinder haben. So ist es nicht selten, dass ungefähr 8 Leute in engstem Raum schlafen müssen. Die 8-koepfige Familie muss sich dann ein Bad und eine Küche mit anderen Familien, die auf demselben Stock schlafen, teilen. So könnt ihr euch sicherlich vorstellen wie sich die Chicos bei uns im Projekt immer austobten. Am Anfang war ich ja schon recht erschrocken, wie laut und zum Teil auch aggressiv die Kinder während dem Spielen miteinander umgingen. Eine ganz schöne Erfahrung war für die Chicos und auch mich immer der Mittwochnachmittag. Dann stand Fussball spielen auf dem Programm. In dieser Stunde, auf dem Fussballfeld, lernte ich die Kinder auch von einer anderen Seite kennen. Unglaublich wie fair, rücksichtsvoll und ausgelassen sie miteinander Fussball spielten. Sie brauchten auch keinen "Schiri", ich war ja auch froh, denn sie alle kannten die Regeln ja besser als ich...;) In diesen Minuten kamen mir wieder die Worte von Altbundesrat Ogi in den Sinn...."Sport verbindet Menschen und bringt Freude"!;)...... Im Spielraum kam es dagegen vor, dass wir Aktivitäten abbrechen mussten. Wie z.B. als ein deutscher Voluntario zu seinem Abschluss ein "Schoggispiel" (wie wir es in unserer Kindheit oft an Geburtstagspartys spielten) vorbereitet hatte. Die Kinder wurden so nervös und wussten nicht, diese Schokolode miteinander zu teilen. Sie nahmen einander alles weg, so mussten wir das Ganze abbrechen, weil schlussendlich auch der Tisch zusammen fiel! Wir mussten lernen ohne grosse Erwartungen und Vorstellungen die Spielstunden zu organisieren, denn meistens kam alles anders als wir dachten.... Dies machte die Arbeit interessant, wenn auch manchmal alles etwas drunter und drüber ging;)...was wirklich zählte war, dass die Kinder in dieser Zeit wirklich Kinder sein durften!! Diese Zeit mit den Kindern war für mich sehr eindrücklich und schön, obwohl es manchmal auch nicht immer einfach war, die Armut so nah mitzuerleben. Doch die strahlenden Kindergesichte nach einem gemeinsamen Ausflug, Fussball, basteln und spielen, Videonachmittag........sind sooo viel wert!!!!:) Noch kurz zu meiner Tätigkeit am Morgen. Ich habe in der Küche im Projekt geholfen z'Mittag zu kochen und zu servieren. Mittlerweile bin ich ein richtiger Profi im schnellen Kartoffeln schälen und Abwaschen!;) Täglich können ca. 130 Menschen, über 65 Jahre, dort im Zentrum z'Mittag zu sich nehmen. Andere ca. 20-30 Leute kommen mit ihren Plastikbehälter um z'Mittag zu holen, welches sie dann "zu Hause" essen. Auch ich hatte die Möglichkeit dort mit anderen Helfern, auch viele arme Leute die so ganz wenig Geld verdienen konnten und auch zu ihrem z'Mittagessen kamen, zu essen. Das Essen war wirklich immer super fein, bis auf einmal, zu mindest für mich, als es ein Eintopf mit allen möglichen Innereien von einem "Gügeli" gab.;) Auch neben der Arbeit habe ich viel erlebt. Ich habe in dieser Zeit in einer Jugendherberge gewohnt. Dort habe ich viele Menschen der ganzen Welt kennen gelernt, mit welchen ich viele gemütliche und lustige Stunden erlebt habe. Leider machte ich in meiner ersten Jugendherberge nicht nur Bekanntschaft mit Menschen, sondern auch mit kleinen Fichern! Nach langem Hin und Her haben wir herausgefunden, dass es dort Bettwanzen hatte. Ich hatte am ganzen Körper stark juckende Bisse von diesen Fichern. Nach mehrmaligen Zimmerwechseln, ganze Wäsche waschen und Fumigator(Kammerjäger) und und und, sind wir dann von diesen Fichern weg gekommen, indem ich dann auch mit Gabi der Österreicherin das Hostel gewechselt habe!! Ja...es gäbe noch viel zu erzählen. Doch ich muss langsam Schluss machen, wir haben heute Abend bei uns noch ein Asado (Grillfest) geplant. Vani hat zum Semesterabschluss ein paar Kollegen von der Uni eingeladen...nun sind Ferien angesagt!;) Am letzen Mittwoch ist Marc, Vani's Bruder, bei uns in Santiago angekommen. Die nächsten Tage werden wir uns dann auf den Weg Richtung Norden machen!! Übrigens, Vani konnte noch langem Bangen wieder einmal ein richtig gutes Stück schweizer Käse geniessen und ich meinen Servelat..........mmmmmmmmmmhhh....;) Somit schicken wir euch allen ganz liebe Grüsse in die Schweiz!!! Bis bald Mirj&Vani |
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| 31.07.2006 | |
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28.Mai 2006 ........ja genau wir haben uns getrennt.......aber nur fuer ein paar Wochen!;) ...und das kam so....... Vor ueber 2 Wochen bin ich nach einer 24-stuendigen Busfahrt hier in Buenos Aires, Argentinien, angekommen. Nun hatte ich ein paar Tage Zeit mir die super schoene Stadt etwas genauer anzuschauen und ich fuehle mich schon richtig wohl. Letzten Montag habe ich angefangen in einem Sozialhilfeprojekt zu arbeiten, welches sich in einem Stadtviertel befindet in welchem vorallem viele alte Menschen in extremer Armut und Verwahrlosung leben. Meistens haben sie als einzigen Ort nur die Strasse zum Leben, und sind auf Hilfe angewiesen. Außerdem wohnen zahlreiche Familien in diesem Stadtteil, denen es sowohl an finanziellen als auch an intellektuellen Mitteln fehlt. In diesem Sozialhilfezentrum haben diese aeltere Menschen die Moeglichkeit "z`Mittag" zu essen. Ich helfe bei der Vorbereitung und Bedienung des Mittagessen. Am Nachmittag arbeite ich mit anderen Freiwilligen in der "Spielecke", welche den Kindern aus diesem Quartier zur Verfuegung steht. ....ja und so bin ich unter der Woche immer recht beschaeftigt und geniesse die Wochenenden um noch andere Ecken von Buenos Aires kennen zu lernen. Ich werde euch in einem spaeteren Mail mehr ueber meine Erfahrungen und Erlebnise in diesem Projekt berichten. Mein erster Eindruck ist sehr gut und bin ueberzeugt, dass ich noch viele eindrueckliche Erfahrungen machen werde...... Ich schicke euch allen ganz liebe....nun langsam etwas "kaeltere" Gruesse aus Buenos Aires. Mirj ........so nun gebe ich weiter nach Santiago;)........ hallo aus Santiago waehrend Mirj in Buenos Aires weilt, verbringe ich die Zeit hier mit Studieren. Das Studium ist super streng, alles ist ziemlich neu und ich werde gefordert, mehr als mir lieb ist. Die Sprache ist mittlerweile zum kleinsten Hindernis geworden. Verstehen tue ich jedoch noch lange nicht alles, vorallem wenn die Chilen unter sich reden. Die Chilenen, vorallem die Junge haben ihren eigenen Dialekt, reden super schnell und kuerzen die Woerter ab. Gestern hat mir eine Venezuelanerin (sie hat Spanisch als Muttersprache) erzaehlt, dass sie die ersten zwei Wochen als sie hier war fast nichts verstanden habe. Eigentlich habe ich nur 4 Kurse, die ich in diesem Semester besuche und die Anzahl Stunden die ich Vorlesungen habe, sind nicht ziemlich gross. Aber es gibt immer eine Fuelle von Aufgaben, die nicht nur die Naechte sondern auch die Wochenenden wegfressen. Es geht jetzt nur noch 4 Wochen und es sind noch 5 Pruefungen, die ich absolvieren muss. Danach habe ich einen Monat Ferien, die ich bitter noetig habe. Wir wollen dann den Norden von Chile bereisen. Ansonsten haben wir uns sehr gut hier in Santiago eingelebt. Gestern hat es zum zweiten Mal geregnet seitdem wir hier sind. Dies war bitter noetig, um die Smogglocke wieder mal herunter zu spuehlen. Jetzt sieht man wieder in die Cordilleren (Berge). Von unserem Schlafzimmer aus hat man einen tollen Ausblick in das Gebirge. Da es nun gegen den Winter zu geht, wird es auch ein bisschen kuehler... Das Problem ist hier, dass die Haeuser schlecht isoliert sind. Und das Wort Zentralheizung haben sie auch noch nicht ins chilenische Woerterbuch aufgenommen. Das heisst genauer gesagt, drinnen ist es mehr oder weniger gleich warm oder kalt wie draussen. Das macht das Aufstehen am Morgen nicht gerade leichter, wie man sich ja vorstellen kann. Da sitze ich dann halt am Abend in der Wolldecke eingehuellt mit Faserpelzjacke und Wollkappe auf dem Kopf vor meinen Buechern. So funktionert das hier....Da lernt man dann die hyperisolierten Haeuser in der Schweiz wieder schaetzen. Beim Lesen des Mails ist mir aufgefallen, dass ich ja nur gejammert habe. Dies soll nicht den Eindruck erwecken, dass es mir hier nicht gut gefaellt, nein im Gegenteil, dies sind Erfahrungen die ich ueberaupt nicht missen moechte. Klar, hin und wieder sehnt man sich schon nach einem guten Stueck schweizer Kaese oder nach einer richtigen Bratwurst mit Roesti.... Gruss Rene |
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| 22.02.2006 | |
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Hola amigos!! Schon lange ist es her, als wir uns das letzte Mal gemeldet haben. In der Zwischenzeit ist bei uns viel gelaufen. So.....wo fangen wir an..... ARBEIT!....Mitte Januar konnte Vani mit seinem Praktikum in einem Ingenieurbuero beginnen, um sich so auf sein Studium, das nun immer naeher kommt, vorzubereiten. Ein paar Tage spaeter habe ich per Zufall auch ein Praktikumsangebot bekommen, das ich natuerlich gerne annahm! Eigentlich wollte ich ja nach Weihnachten nochmals in die Sprachschule, aber das werde ich nun nach meinem 2 monatigen Prakti im Reisebuero nachholen! Ja....nun haben wir uns, nach mehr als einem Monat, bereits schon richtig in den chilenischen Arbeitsalltag eingelebt!! Fuer Vani hat nun auch schon die letzte Arbeitswoche begonnen. Die erste Woche im Maerzen haben wir Ferien, bevor dann fuer Vani am 6. Maerz, definitv das Studentenleben wieder anfaengt! Wir haben, bis jetzt, unsere Ferienwoche noch nicht verplant. Wahrscheinlich gehen wir irgendwo ans Meer, oder.........vielleicht brauchen wir noch etwas Zeit um unsere erste eigene Wohnung in Chile einzurichten. WOHNUNG! also unser zweites Stichwort....... Ende Februar werden wir unsere liebe Gastfamilie, die wir nun schon fest ins Herz geschlossen haben, verlassen! Unsere recht alte, aber fuer uns sehr herzige Wohung, mit Gaestezimmer;), befindet sich in der Comune Ñuñoa (fuer die Jenigen die sich in Santiago ein bisschen auskennen!;)) Der Standort ist optimal, in der Naehe des Zentrum und der Uni! Das Gebiet gleicht auch mehr den Vorstellungen, die unserein von Suedamerika hat. Bis anhin haben wir nun ja in der reichsten Comune von Santiago gelebt, welche eher Europa gleicht. Damit ziehen wir also definitiv von Europa nach Suedamerika!:) So hiess es das letzte Wochenende ..."los auf die Suche nach Wohungseinrichtung". Unser Ziel war deshalb das Marktquartier, in welchem man allerlei Occasionsachen kaufen kann, wie eben Kuehlschrank, Kochherd, Waschmaschine, Bett, Sofa, Tisch und und und. Wir wurden zum Glueck schnell fuendig. Der Transport war im Preis inbegriffen. So machten wir uns dann mit unserer ersten Ladung (Sofa, Matraze und "Laettliroscht") auf den Weg nach Hause. Es war ein kleiner alter Lieferwagen, in der Schweiz waeren wir so vollbeladen nicht weit gekommen.;) Nach dem Abladen unserer Habselligkeiten, halfen wir dem Fletero ("Liefermann") noch die restlichen Sachen, an seine Kunden auszuliefern. Dieser war froh ueber uns Zuegelgenossen, und auch wir unseren Spass! Nochmals zurueck zu diesem Occasionmarkt! Dort kann man wirklich alles finden, was man sich vorstellen kann....oder eben nicht;)......wie z.B. Chirurgensachen (Skalpell......) kuenstliches Hueftgelenk, Zahnprothesen.....alles occasion versteht sich!!;) An vielen Ecken werden kleine Hunde verschenkt/verkauft, wie auch gestohlene Handys und Cameras. Ja....das war fuer uns schon ein Erlebnis, mitzuerleben wie das dort zu uns her geht. Ach ja..., hier noch unsere neue Adresse ab Maerz 06 Rene Zemp & Mirjam Grueter Lo Encalada 1961, Edificio D, Departamento 41 Nuñoa Santiago Mitte Februar stand unsere ERSTE REISE NACH ARGENTINIEN auf dem Programm. Da ich ja nur ein Touristenvisum habe, muss ich alle drei Monate aus Chile ausreisen! So genossen wir ein gemuetliches Wochenende mit feinem Essen und Wein in Mendoza. Argentinien ist ja bekannt fuer sein feines Fleisch und Wein .....und so guenstig! Mendoza erreicht man, von Santiago, nach einer etwa 7-stuendiger Busfahrt ueber die Anden. Bezueglich des Visums hat alles gut geklappt, (Stindli....ich darf also noch etwas hier bleiben;)) obwohl alles etwas lange dauerte. Alle Passagiere mussten am Zoll, auf ueber 3000 Meter ueber Meer, aussteigen und durch die beiden Passkontrollen (Chile/Argentinen) laufen. Bei der Rueckreise nach Chile wurden dann alle Koffer aus dem Bus ausgeladen und kontrolliert, inklusive Handgepaeck, da keine Frischprodukte,Tiere....importiert werden duerfen!(...Erika und Joerg, wir haben an euch gedacht!!;)) So verweilten wir mit anstehen und warten schnell zwei Stunden am Zoll! In Mendoza uebernachteten wir in einem Backpager, wo wir natuerlich viele Tramper angetroffen haben. Wir haben da viele interessante Reisegeschichten aus Chile, Argentinien......erfahren, so dass wir es kaum erwarten koennen selber auch noch mehr zu entdecken!;) Wir gruessen Euch alle ganz lieb aus dem fernen Chile Rene & Mirj |
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| 08.01.2006 | |
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Hola amigos Auch wir hier in Chile sind gut ins neue Jahr gestartet. Zwischen Weihnachten und Neujahr sind wir ca 400 km suedlich von Santiago herumgereisst und haben wie schon erwaehnt die Tante von mir besucht. In der ersten Woche im neuen Jahr haben wir uns vorallem um administrative Sachen wie Bankkonto gekuemmert, was jedocch nicht ganz so einfach war. Auch die Jobsuche ist nicht ganz ein Kinderspiel. Ich moechte im Januar und Februar ein bisschen arbeiten und Miry wird noch ein bisschen weiter die Schulbank druecken, um mit ihrem Spanisch noch einen Schritt weiter zu kommen. Aber nun zu den intressanteren Sachen. Wir haben auf unserer Reise viel gesehen und viele tolle Erfahrungen mit netten Leuten gemacht. Bevor wir jedoch abgreisst sind, haben wir wie schon im letzten Mail geschrieben drei Kinder aus armen Familien mit Weihnachtsgeschenken ueberrascht. Dem ersten Maedchen haben wir eine Agenda geschenkt. Das Maedchen lebt mit ihren zwei juengeren Geschwister und ihrer Mutter in einer kleinen Huette ausserhalb von Santiago. Der Raum fuer die Familie ist ca. 4 mal 4 m. Dieser eine Raum ist zugleich Kueche, Wohnraum und Schlafzimmer in einem und natuerlich auesserst primitiv eingerichtet. Das Maedchen 13-jaehrig , ihr Name ist Ingeborg, hat in ihrem Brief geschrieben, dass sie sich auf Weihnachten eigentlich am meisten Wuensche, dass ihr Vater wieder zurueckkehren wuerde. Ihre Mutter hat uns dann erzaehlt, dass sie sich vom Vater getrennt habe, weil dieser gewalttaetig gewesen sei, und sie deshalb in diese kleine Huette umgezogen seien, und sie sich fuer die Kinder wegen dem wenigen Geld, das sie verdiene keine Weihnachtsgeschenke leisten koenne. Ingeborg und auch ihre Mutter waren natuerlich uebergluecklich ueber unsere Agenda die wir ihr geschenkt haben. Als zweites haben wir der 15 jaehrigen Darling eine Matraze geschenkt.Die Grossfamilie wohnt ebenfalls ein bisschen ausserhalb des Zentrums von Santiago in einer ebenfalls primitiven Holzhuette, die zwar huebsch eingerichtet ist, aber fuer uns unvorstellbar waere darin zu wohnen. Im Zimmer in dem Daring schlaeft stehen zwei „Kaihuettenbetten“ in denen insgesamt 5 Personen schlafen. Darling teilt ihr Bett mit ihrer Schwester. Bis jetzt haben sie auf dem „Laettlirost“ des Bettes geschlafen. Nun koennt ihr euch sicherlich vorstellen, wie sich die beiden ueber unsere Matraze gefreut haben. In diesem Viertel in dem die Familie wohnt, wird der Unterschied zwischen Arm und Reich deutlich. Auf der einen Seite der Komune leben die Reichen in anstaendigen Haeusern und auf der andern Seite die Armen in ihren Vierteln. Natuerlich haben wir schon vor unserer Abreise gewusst, dass wir wahrscheinlich solche Zustaende antreffen werden. Wenn man das dann jedoch mit eigenen Augen erlebt, geht das dann schon zuenftig unter die Haut. Zufaelligerweise haben wir in diesem Viertel auch noch ein gebrauchtes Fahrrad fuer unser drittes Kind den Raul gefunden (gekauft). Raul lebt in der Gegend in der meine Tante wohnt, die wir ueber Weihnachten besuchten.So nahmen wir das kleine Fahrrad (fuer einen 6-jaehrigen) mit auf unsere Reise. Unsere Tante (eigentlich Tante von mir) lebt ca. 300 km suedich von Santiago auf dem Land. Sie ist Nonne (nicht eingekleidet) und arbeitet in einem Missionsprojekt. Die Tante ist mitlerweilen schon 70ig und erinnert mich sehr stark an meine Grossmutter. Sie ist jedoch noch bei sehr guter Gesundheit und faehrt taeglich mit dem Fahrrad auf den holprigen Kiesstrassen. Heute lebt sie alleine in einem fuer sie viel zu grossen Haus. Frueher waren es ca 5 bis 7 Nonnen die dort gearbeitet haben. Die andern sind schon pensioniert, leben deshalb alterhalber nicht mehr in Chile. Wir haben fuer etwa 5 Tage bei ihr gewohnt. Sie hat uns natuerlich alle Leute vorgestellt und alles gezeigt was sie in den letzten 30 oder mehr Jahren erarbeitet haben. Es war sehr beeindruckend zu sehen wie sie den Leuten geholfen haben. Sie haben Haueser gebaut, den Frauen Naehkurse gegeben, Programme fuer Alkoholiker gemacht, medizinische Versorgung gebracht etc. Heute leben die Leute z.T immer noch in primitiven Verhaeltnisen jedoch muss niemand mehr unter hunger leiden. Im Sommer kann man sich ja noch einigermassen vorstellen in solchen Huetten zu wohnen. Dies gilt auch fuer die Huetten in Santiago die wir besucht haben. Im Winter wuerde jedoch unsereiner mit grosser wahrscheinlichkeit erfrieren, da es auch hier des oeftern unter null Grad wird. Allgemein gesagt: Chile ist ein Land das fuer suedamerikanische Verhaelnisse gut entwickelt ist, es gibt auch nur wenige die hunger haben muessen. Die Verhaelnisse zwischen arm und reich sind jedoch krass. Dies ist z.T immer noch eine Last, die aus der Pinochet-Aera geblieben ist. Die wenigen Grossunternehmer, die es gibt verdienen viel und die Mittel- und Unterschicht arbeitet sehr hart und verdient nur sehr wenig. Dies wird natuerlich gerade auch jetzt wieder zum Thema, eine Woche bevor der neue Praesident von Chile gewaehlt wird. Bei der Stichwahl am kommenden Sonntag steht eine Frau, Michel Bachelet, welche einem Mitte- Linksbuendis angehoert, dem Unternehmer Piñera gegeuber. Piñera ist fuer mich wie ein kleiner Berlusconi. Ihm gehoeren ein grosser Teil der grossen Firmen, darunter auch eine Fernsehstation. Er praesentiert auch ein ziemlich soziales Programm, nur ist es zu mindestens fuer mich schwierig zu glauben, dass er dies dann auch wirklich so umsetzen wird. Es gibt jedoch viele Leute der Mittelschicht und zum Teil Unterschicht die fuer Piñera stimmen. Dies ist fuer mich irgendwie ein bisschen unverstaendlich. Man muss sich vor Augen halten dass die Mittelschicht von der ich hier spreche fuer unsere Verhaelnisse ziemlich einfach, mit wenig Luxus lebt, dafuer sehr hart arbeitet. Und die Arbeitsbedingungen hier sind sehr liberal (ebenfalls ein Ueberbleibsel aus der Aera Pinochet). Pinochet wurde ja nicht mit einem Militaerpuch von der Macht abgeloest sondern abgewaehlt. Natuerlich hat er vorher die Gesetze zu seinen Gunsten geaendert und die Folgen davon sind heute noch spuerbar. So kann zum Beispiel der Praesident und das Parlament keinen Einfluss auf die Wahl der Militaers nehmen. Jedoch haben die Militaers im Parlament Anrecht auf eine bestimmte Anzahl „Gratissitze“. Damit ist es fuer die Regierung sehr schwierig grosse Reformen durchzubringen. Also beim genauen Hinsehen nicht eine 100% Lupenreine Demokratie wie dies immer propagiert wird. Dies wird hoffentlich mit der naechsten Regierung, mit Michel Bachelett als Praesidentin aendern. So nach diesem Exkurs wieder zurueck zu unserer Tante. Man merkt dass die Leute dort sehr dankbar sind fuer das was die Nonnen fuer sie gemacht haben. Das war natuerlich unser Vorteil wir waren schon am ersten Tag zu einer Hochzeit eingeladen. Die Messe hat zwar eine Stunde spaeter als geplant angefanen, war dann dafuer aber umso kuerzer. Danach waren wir beim Brautpaar zu Hause zum Essen eingeladen. Wir waren so etwas wie die VIP-Gaeste, was uns eigentlich nicht recht war, man kann sich dagegen aber nur schwer wehren. So sind wir z.B. gerade neben dem Brautpaar gesessen und haben natuerlich auch immer als erstes das Essen gekriegt. Als dann der Hauptganng serviert wurde, waren wir schon satt. Unkompliziert wie die Chilenen sind, haben sie uns das auf dem feuer gegrillte Fleisch in einen Plastiksack gepackt um es nach Hause zu nehmen. So geht das....Zum Schluss hat die Braut Miry sogar noch ihren Brautstrauss geschenkt. Aus Auslaender hat man hier immer den Vorteil, dass die Leute sehr intresseiert sind was wir hier machen, und natuerlich sehr Freude haben, dass wir gerade Chile ausgewaehlt haben um hier fuer 2 Jahre zu leben. So firsch gestaerkt schreibe ich weiter. Unsere Gastfamilie hat gerade fuer uns gekocht. Typisches Maisgericht in Chile. War wirklich superlecker.... Nach 5 Tagen bei der Tante zogen wir per Bus weiter richtung Sueden. Wir hatten ja immer noch unser Weihnachtsgeschenk, das kleine Fahrrad bei uns, das wir noch abliefern wollten. Als wir dann jedoch bei dem Knaben, Raul angekommen waren, war die Familie nicht zu Hause. Das Haus in dem die Familie wohnt, sah nicht gerade so aus als waeren die Leute sehr arm. Die Nachbarin erzahlte uns, dass wir hier im reichsten Viertel des Dorfes seien. So beschlossen wir das Fahrrad wieder mitzunehmen und zogen weiter mit dem Bus. Mit dem Rucksack am Ruecken und dem Fahrrad in der Hand erreichten wir per Bus die naechste Stadt (Concepcion).. Leider war das Fahrrad fuer uns zu klein um damit zu fahren und die meisten Leute schauten uns noch komiescher an als sonst. Wir wollten auf einem Campingplatz in unserm Zelt, das wir gekauft haben uebernachten und informierten uns deshalb beim Buschauffeur nach dem Campingplatz. Als wir auf dem angeblichen Campingplatz nach 2 Stunden angekommen waren mussten wir mit erstauen feststellen, dass es den Campingplatz nicht gibt. So kehrten wir halt per Autostopp mit unserem Fahrrad wieder in die Stadt (Concepcion) zurueck wo wir doch noch eine Unterkunft fanden. Als wir am nachsten Tag wieder mit Vollpackung inkl. unserem Fahrrad durch die Stadt zum Busbahnhof liefen, trafen wir einen Jungen der mit seiner Mutter und Grossmutter zusammen auf der Strasse Fruechten verkaufte. Diesem kleinen Junge schenkten wir dann schliesslich unser Fahrrad.. Seine Mutter erzaehlte uns, dass er schon mit Nachbarsfahrrad ein wenig gelernt habe zu fahren jedoch noch kein eingenes Fahrrad habe, das er sich von Herzen wuensche. Nicht nur er und die Mutter sondern auch wir waren gluecklich, mussten wir doch das langsam laestig gewordene kleine Fahrrad nicht mehr mit uns herumschleppen. Die naechsten fuenf Naechte verbrachten wir auf einem Camping am Meer. Eigentlich wollten wir zuerst nur eine Nacht dort bleiben. Lernten dann aber sehr nette Leute kennen, so dass wir uns entschlossen ein paar Tage zu bleiben. Der Pazifik waere supper toll zum baden, leider haelt man es jedoch meist nicht mehr als fuenf mMnuten darin aus, da das Wasser sehr kalt ist, maximum 18 Grad. Und die Temperatur kann je nach Stroemung von einem auf den andern Tag gut 4 Grad tiefer sein. So verbrachten wir auch Silvester auf dem Camping. Natuerlich wurden wir zum Essen eingeladen.. Es ist wirklich oft schwierig diese Unkompliziertheit und Gastfreundschaft anzunehmen, da wir ja wissen, dass wir aus einem Land stammen das viel reicher ist als Chile. Gut erholt kehrten wir schliesslich wieder in die Milionenmetropole Santiago zurueck. So jetzt habe genug erzaehlt und hoffe dass ihr beim Lesen des Mails aus langeile nicht eingefrohren seit. Bei uns ist es uebrigens ziemlich heiss, so um die 30 Grad. Wir hoffen bei euch ist alles beim besten. Gruesse aus dem heissen Sueden. Bald werden auch die Photos auf der Homepage unter www.tv-uffikon.ch/rene zu sehen seit. Dort koennt ihr unsere Erfahrungen bei Gelegenheit auch bildlich verfolgen. Rene und Miry |
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| 22.12.2005 | |
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* Feliz Navidad y los mejores deseos para el Nuevo Año!!!!!* .......genau.....,*wir wuenschen Euch allen ein ganz schoenes Weihnachtsfest und nur das Beste im neuen Jahr!!!!!!* Wir werden Weihnachten bei Vanny´s Tante in Linares (300km suedlich von Santiago) feiern und dann noch ein paar Tage herumreisen! Was wir danach machen ist noch offen. Gerne wuerden wir arbeiten gehen, doch bis jetzt haben wir noch nichts gefunden! Hier in Chile ist es Tradition, dass arme Kinder/ Familien dem Weihnachtsmann einen Wunschzettel schicken. Diese riesen Berge von Briefe befinden sich nun in der Zentralpost von Santiago. Dort kann man sich Briefe auslesen und den Wunsch dem Kind erfuellen, in dem man ihm das Geschenk persoenlich vorbei bringt oder mit der Post schicken laesst. Vor Weihnachten werden wir deshalb auch noch ein Kind ueberraschen!!! ;) So....wir melden uns wieder im neuen Jahr, dann haben wir bestimmt wieder viel Neues zu erzaehlen!! ;) Beilegend schicken wir Euch noch ein Foto, damit Ihr einen kleinen Eindruck, vom weihnachtlichen Santiago bekommt!! Ganz liebe Gruesse aus Chile schicken Euch allen Mirj&Vanny |
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| 03.12.2005 | |
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Hola!!!!! Wir hoffen bei euch ist alles bestens!!! Hier in Chile haben wir uns gut eingelebt und wir haben euch einiges zu erzaehlen!!!!! Wir hatten ja eigentlich vor in Valparaiso die Sprachschule zu besuchen. So sind wir ein Tag, mit dem Bus, ins ca. 80km von Santiago entfernte Valparaiso gereist um eine Sprachschule zu suchen. Valparaiso ist eine schoene farbige, lebensfrohe Hafenstadt, die uns eigentlich sehr gut gefallen hat. Doch leidert hat uns die einzige Sprachschule die es dort gibt nicht so zu gesagt! Deshalb haben wir uns dann am anderen Tag entschlossen, in Santiago zu bleiben. Aber wir werden dort sicher noch ein paar Mal hinreisen, um uns die Stadt noch genauer anzuschauen. Hier in Santigao besuchen wir seit einer Woche die Sprachschule im herzigen Ausgangsviertel Bellavista. Wau...ist das anstrengend, doch wir sind noch top motiviert Spanisch zu lernen. Anderst als in Australien sind wir hier fast die einzigen Schweizer. Nachdem wir anfangs noch in der WG gewohnt haben, die wir mit Deutschen, Amerikanern und Chilen geteilt haben wohnen wir jetzt bei einer chilenischen Familie. Die Familie besteht aus Laura und Alejandro ca. 60-65 jaehrig und dem kleinen Diego! Diego ist 1 1/2 jaehrig und das Grosskind der beiden, der unter der Woche bei ihnen wohnt. Als wir das erste Mal zur Familie gingen hat uns Laura herzlich empfangen und sagte uns sie habe ein "wauwa". Wir dachten natuerlich an einen Hund. Doch schlussentlich stellte sich heraus, dass sie Diego meinte. Den fuer die Chilener ist ein "wauwa" ein Bebe! Wir haben uns sofort wohl gefuehlt dort. Sie sagten uns auch gleich unser Haus ist jetzt auch euer Haus und sie freuen sich 2 neue Kinder zu haben!!! Die beiden haben fuer uns extra ihr Zimmer umgestellt und wir haben jetzt hier Doppelbett, welches Sie uns in unser Zimmer gestellt haben. Manchmal kommt es uns fast ein bisschen komisch vor, diese herzliche Gastfreundschaft anzunehmen. Da uns das Umziehen so spass macht, sind wir schon wieder auf der Suche fuer eine neuer Wohnung. Auf Anfangs Januar mochten wir uns eine eigene kleine Wohnung mieten. Die Gegensaetze hier in Santiago zwischen arm und reich sind krass. Ca. 30 Prozent der Erwerbstaetigen muessen mit einem Mindestlohn von 200 US Dollar auskommen. Gestern waren wir bei einem Professor von Rene zum Abendessen eingeladen. Mit andern Leuten aus seiner Firma und von der Uni hatten wir einen tollen Abend verbracht und uns die Baeuche vollgeschlagen. Die Familie wohnt ca. 30-Busminuten an der Peripherie von Santiago in einer riesen Villa. So das waers fuer heute, alles gute aus dem heissen Santiago Gruss Miry Rene |
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